Unter Mitarbeit von Oliver Diggelmann. Herausgegeben von Daniel Thürer, Jean-Francois Aubert und Jörg Paul Müller. Am 1. Januar 2000 ist die neue Bundesverfassung der schweizerischen Eidgenossenschaft in Kraft getreten. Sie führt im Wesentlichen die lange Entwicklung der Verfassung von 1874 nach, hat aber auch ihr eigenes Gepräge. In diesem Sinne stellt sie ? nach der amerikanischen Verfassung ? die älteste kontinuierlich fortbestehende, gleichzeitig aber auch die jüngste Verfassung der Welt dar. Das "Verfassungsrecht der Schweiz" ist ein Gemeinschaftswerk der zurzeit in der Schweiz lehrenden Professoren und Privatdozenten des öffentlichen Rechts sowie einiger ihrer Kollegen aus benachbarten Disziplinen. 77 Autoren haben es in 80 Beiträgen unternommen, die aktuelle schweizerische Verfassungslage im Gesamtzusammenhang und in ihren Einzelelementen zu analysieren und darzustellen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.01.2002
Am 1. Januar 2000 trat in der Schweiz eine neue Bundesverfassung in Kraft, die zwar im Volk auf nur mäßiges Interesse stieß, aber in der Staatsrechtswissenschaft für frischen Wind sorgt, berichtet Walter Haller. Der vorliegende Band, ein Gemeinschaftswerk von 76 Autoren mit 80 Artikeln, nimmt sich des neuen Verfassungsrechts an und gibt, so der Rezensent, einerseits einen detaillierten Überblick über wesentliche Neuerungen der Verfassung, andererseits ist es Handbuch und Kommentar zugleich und damit das beste Nachschlagewerk auf dem Gebiet des schweizerischen Verfassungsrechts. Einzig das Thema Forschungsfreiheit findet Haller zu wenig ausgeführt, während dem Thema Petitionsfreiheit zu viel Raum gegeben wurde, denkt der Rezensent. Nützlich findet Haller unbestritten das Register und dass die Autoren bedacht haben, im Anhang die deutsche und die französische Version abzudrucken sowie auf die Fundstellen im Buch zu verweisen.
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