Berlin, Sommer 1936. Inmitten der Olympiabegeisterung muss Gereon Rath verdeckt einen Todesfall im olympischen Dorf aufklären. Die Machthaber befürchten, dass Kommunisten die Spiele sabotieren. Rath hat seine Zweifel und ermittelt eher lustlos, zumal er private Probleme hat: Er ist Gastgeber amerikanischer Olympiatouristen, und seine Ehefrau Charly hat die gemeinsame Wohnung unter Protest verlassen. Dann findet er im olympischen Dorf einen Mitarbeiter mit kommunistischer Vergangenheit, der auch am Tatort war. Während der Verdächtige brutalen Verhören der SS ausgesetzt ist, geschieht ein zweiter Mord. Rath ermittelt fieberhaft, um weitere Todesfälle zu verhindern, und ahnt nicht, dass sein eigenes Todesurteil längst gefällt ist.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 02.11.2020
Sieben Romane hat sich Volker Kutscher Zeit gelassen hat, um aus der Vorgeschichte des Nationalsozialismus zu erzählen, wobei mit jedem neuen Buch die Spannung stieg und die Atmosphäre düsterer und ernster wurde, stellt Rezensentin Irene Binal fest. Mit dem achten Buch aus der Reihe über Kommissar Gereon Rath führt Kutscher nun mitten hinein ins Herz der Finsternis: Berlin im Olympiajahr 1936. Kommissar Rath, lesen wir, soll im Dienst der SS einen Todesfall aufklären, wobei er selbst zum Opfer von Erpressung und Erniedrigung wird, Raths ehemaliger Freund Reinhold Gräf hat sich mit Überzeugung den Nazis angeschlossen, Raths Ziehsohn wird zum Ziel der Gestapo und seine Frau zieht aus der gemeinsamen Wohnung aus. Mit seiner geduldigen, präzisen und einfühlsamen Erzählweise gelingt es dem Autor, zum einen das Porträt eines Mannes zu zeichnen, der "das Richtige tun will", aber stetig weiter ins Schlechte abrutscht. Zum anderen ermöglicht er seinen Lesern, emotional nachzuvollziehen, wie das Leben in der Diktatur gewesen sein muss, so die beeindruckte Rezensentin.
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