Wer ist die Mörderin, die ihre Opfer porträtiert und anschließend mit ritueller Präzision köpft? Und was hat sie mit dem Wiener Privatdetektiv Cheng zu tun? Denn als er sich selbst porträtiert findet, startet sein Wettlauf gegen die Zeit, und er muss feststellen, dass nicht nur sein Mischlingsrüde Lauscher ein sturer Hund ist...
Im Perlentaucher:
Rezension Perlentaucher
Steinfests ganze Liebe gilt der genauesten Beobachtung des Nebensächlichen. Nur dass der Abschweifung, in der er zu Hause ist, der Plot immer wieder dazwischen kommt wie das Klingeln eines Weckers den schönsten Träumen. Steinfest schmiegt dabei seine zwar ausgefallen, aber immer präzise passenden Sprachbilder an eine Welt, die eben darum, des Schmiegens, des Ausgefallenen und des Passens wegen, eine ganz eigene Welt ist... Lesen Sie mehr von Ekkehard Knörer in 'Mord und Ratschlag'
Tobias Gohlis führt Heinrich Steinfest zu Ehren ein schwungvolles Tänzchen von einer Besprechung auf, um uns alle zur Lektüre zu verleiten. Und wer könnte schon einem "solide durchtriebenen Hundehintergrundkrimi" widerstehen, beziehungsweise einem Krimiplot, der "in etwa so kompliziert ist, als hätte Magritte, von Picasso (in seiner kubistischen Phase) beraten, das Storyboard dazu entworfen", vor allem aber einem Autor, der sich als glänzender Parodist und "Meister der optischen Täuschung" erweist. Man wird - literarisch und kriminologisch - in die Irre geführt, sieht zwischen Stuttgart und Alb ("wo sich europäische Geheimdienste, Serienkillerinnen, trinkende Dorfbewohner und Psychiater gute Nacht sagen") die Köpfe rollen und kann sich selber überlegen, wer nun eigentlich der sture Hund ist. Gohlis meint, es ist der Roman selber, und ansonsten gelte: "Herrlich! Göttlich! Steinfest!"
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