Er polarisiert, er inspiriert, und er kämpft: Friedrich Merz hat den beispiellosen Sprung von der politischen Bühne ins Wirtschaftsleben und wieder zurück geschafft. Als Kanzlerkandidat der CDU/CSU für die Bundestagswahl 2025 steht er für konservative Werte, wirtschaftliche Kompetenz und den Wunsch nach Erneuerung. Doch wer ist der Mann, der als Gegenentwurf zu Angela Merkel gilt und die politische Landschaft Deutschlands nachhaltig prägt? Welche politischen Standpunkte vertritt er? Und was hätten wir von einem Bundeskanzler Friedrich Merz zu erwarten? Volker Resing, einer der besten journalistischen Kenner der CDU und ihres Führungspersonals, liefert in dieser aktuellen Biografie Einblicke in Friedrich Merz' Werdegang: von seinen ersten politischen Schritten bis zu seinem ehrgeizigen Comeback.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.05.2025
Aktuelle Bücher über Politiker sind ein eigenes Genre auf dem Buchmarkt, erläutert Rezensent Matthias Alexander, der gleich drei Bücher über Friedrich Merz bespricht: Mariam Laus "Merz - Auf der Suche nach der verlorenen Mitte", Sara Sieverts "Der Unvermeidbare" und Volker Resings "Friedrich Merz - Sein Weg zur Macht". Alle drei Autoren sind Hauptstadtkorrespondenten verschiedener Medien und teilen also die Vor- und Nachteile des Insidertums, so der Rezensent. Klar haben die Autoren eine Menge Kontakte und anekdotisches Wissen, aber das führt für ihn irgendwie auch zu einer Oberflächlichkeit der Darstellung. Die Kunst, Aktualität mit zeithistorischer und essayistischer Tiefe zu verbinden, wie sie in Amerika Walter Isaacson oder in Deutschland einst Sebastian Haffner beherrschten, vermisst Alexander denn doch bei allen drei Autoren. Das heißt nicht, dass man nicht solide informiert wird. Das Buch von Riesing empfiehlt Alexander allen Lesern, die an einer klassischen Biografie interessiert sind: "Aufstieg, Ausstieg und Comeback", alles werde ausführlich abgehandelt. Riesing beschäftige sich als einziger der drei Autoren eben auch ausführlicher mit der Phase zwei. Er fördert für Alexander gleichzeitig Interessantes über Merz' Zeit in der Wirtschaft zutage und geht in seinen Fragen zugleich nicht weit genug, so der Rezensent. Zu sehr sei Riesing damit beschäftigt, Merz gegen Vorwürfe des Lobbyismus zu verteidigen. Ein genauerer Blick auf Merz' Reichtum hätte sich aber unabhängig von der Frage etwaiger Interessenkonflikte gelohnt, so der Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.01.2025
Ein brauchbares Buch, um Friedrich Merz kennenzulernen, hat Volker Resing laut Rezensent Florian Keisinger geschrieben. Es ist als Biografie konzipiert und verfolgt den Lebensweg des Politikers von der Jugend bis in die Gegenwart, erfahren wir, wobei Merz' Kür zum Kanzlerkandidaten nicht allzu ausführlich behandelt wird. Besonders gelungen findet Keisinger die Passagen des Buches, die sich mit den frühen Jahren der Kanzlerschaft Angela Merkels beschäftigen und die zeigen, wie und weshalb Merz damals in der CDU in die zweite Reihe abrutschte. Seinen Aufstieg nach dem Ende der Ära Merkel zeichnet das Buch ebenfalls nach, unter anderem wird die Rolle Carsten Linnemanns als Generalsekretär hervorgehoben sowie die härtere Positionierung des Politikers beim Thema Migration, wodurch er derzeit Vorteile hat. Freilich weist Resing Keisinger zufolge darauf hin, dass ein Kanzler Merz vermutlich anders auftreten wird als der Merz, den wir bisher kennen. Insgesamt ein gelungenes Buch über eine zentrale politische Figur der Gegenwart, resümiert Keisinger.
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