Andrea Maurer ist dabei, wenn Sahra Wagenknecht und ihre Mitstreiter Wahlkampf auf den Marktplätzen führen. Sie spricht exklusiv mit ihrem Ehemann Oskar Lafontaine, mit neuen und alten Weggefährten sowie mit politischen Gegnern. Die Journalistin spürt dem großen Erfolg nach, den Wagenknecht in Ostdeutschland hat und analysiert, wie Wagenknechts Kompromisslosigkeit ihre größte Stärke und größte Schwäche zugleich ist. Mit der Gründung des BSW und den Wahlerfolgen im Jahr 2024 hat Sahra Wagenknecht die deutsche Parteienlandschaft neu geordnet. Sozialpolitisch links, in der Migrationspolitik rechts lässt sich Wagenknecht nicht mehr eindeutig verorten. Die Grünen sind ihr Feindbild, die AfD ist ihr politischer Konkurrent. Wer muss sie am meisten fürchten? Die Bundestagswahl am 23. Februar ist das Ziel, dem sie alles untergeordnet hat. Bei ihrem riskanten Machtkampf kommt niemand an ihr vorbei.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.02.2025
Man kann sich durchaus fragen, ob es wirklich eine weitere Wagenknecht-Biografie braucht, räumt Rezensent Christian Zaschke ein. Aber wenn sie so geschrieben ist, wie von der ZDF -Journalistin Andrea Maurer, dann schon, nämlich kritisch, aufschlussreich und lesenswert. Sie hat Wagenknecht ein Jahr lang mit "freundlichem wie kritischem Interesse" begleitet und musste das Buch nach dem Ampel-Aus dann sehr schnell beenden, was dem stringenten, spannenden Stil aber keinen Abbruch getan hat, wie Zaschke betont. Maurer zeichnet anhand von Gesprächen mit Sahra Wagenknecht und ihren Wegbegleitern wie Kritikern den politischen Werdegang von SED bis BSW nach, macht sich Gedanken über die Finanzierung der neugegründeten Partei, aber auch über die Beziehung ihrer Protagonistin zu Oskar Lafontaine. "Lesenswert wie erhellend", hält der Kritiker fest.
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