Walter Hauser

Der Justizmord an Anna Göldi

Neue Recherchen zum letzten Hexenprozess in Europa
Cover: Der Justizmord an Anna Göldi
Limmat Verlag, Zürich 2007
ISBN 9783857915253
Gebunden, 196 Seiten, 20,80 EUR

Klappentext

Mit 14 Abbildungen. Zum 225. Todestag von Anna Göldi erscheint erstmals ein Sachbuch zum letzten Hexenprozess in Europa. 1782 wurde die Magd wegen des Vorwurfs, das Kind ihres früheren Dienstherrn Dr.Tschudi verzaubert zu haben, in Glarus gefoltert und hingerichtet. Walter Hauser stieß bei seinen umfangreichen Recherchen auf bisher unbekannte Originaldokumente, die den rätselhaften Fall in neuem Licht erscheinen lassen und aufzeigen, dass der Justizmord an Anna Göldi bereits damals europaweit Empörung auslöste. Hauser lässt erstmals Zeitzeugen zu Wort kommen, die den damaligen Prozess verfolgten und unter Lebensgefahr öffentlich zu kritisieren wagten. Hausers brisantes Fazit: Das Todesurteil kam mit einem Zufallsmehr zustande und wurde von einem Gericht gefällt, das dafür nicht zuständig war.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2007

Alles nicht falsch, meint Rezensent Jürg Altwegg, was der Publizist Walter Hauser hier zu einem weiß Gott nicht vergessenen Fall zusammengetragen hat, nämlich dem letzten bekannten Hexenprozess gegen die Schweizerin Anna Göldi im Jahr 1782. Sie, eine sehr attraktive Frau, hatte offenbar eine Affäre mit ihrem verheirateten Dienstherrn. Der strengte, um das zu vertuschen, einen Prozess an, unter Folter gestand Göldi, die Tochter des Dienstherrn vergiftet zu haben. Als Hexe erwies sie sich allerdings erst, als es ihr unter Zwang gelang, das Kind wieder zu heilen. Mit einiger Emphase beklagt Hauser den "Justizmord" an Göldi und stellt die zum größten Teil bekannten Tatsachen in "eindrücklicher" Weise dar. Neu sei allerdings die Erkenntnis, wer ausländische Beobachter des Prozesse informiert hatte, die das ganze erst aufdeckten.
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