Band 1 (Hrsg. von Hans-Curt Köster): Reprint und Materialien zur Entstehung. Band 2 (Hrsg. von Gerd Kuhn): Kontexte. Walter Müller-Wulckow und die deutsche Architektur von 1900 bis 1930.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.04.2000
Fasziniert zeigt sich Hubertus Adam von diesen zwei Bänden, die sich für ihn in angenehmer Weise von so vielen späteren Architektur-Büchern unterscheiden. Die "Verengung des Blicks", die nach Adams Ansicht typisch für die Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg ist, sei hier nicht auszumachen. Für ihn liegt die Stärke Müller-Wulckows vielmehr in dem "unvoreingenommenen Blick", der einen vielfältigen Eindruck über die damalige Architektur vermittele. Darüber hinaus hält Adam die Bücher auf Grund der zahlreichen Fotos und Pläne für eine beeindruckende Quellensammlung, die er jedem jungen Architekturhistoriker wärmstens ans Herz legt. Ein großes Lob gebühre dabei auch dem Verlag. Denn schließlich habe man sich hier nicht mit einem Reprint der ursprünglich vier Bände begnügt, "sondern auch deren Entstehungsgeschichte" analysiert, bei der auch die nicht immer unproblematische Zusammenarbeit vom Autor und Verleger nicht zu kurz komme. Lediglich die Qualität der Reprints hätte etwas besser ausfallen können, meint Adam.
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