Wie nahe Leben und Tod sind, erfährt Vanessa seit frühester Kindheit. Die Großeltern und eine Nachbarin besuchen regelmäßig den Friedhof, Vanessa muss sie begleiten. Ihr gefallen diese ersten Reisen in eine unheimliche Welt. Die Mutter hingegen geht nicht mit. Oft schließt sie sich tagelang in ihr Zimmer ein.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.04.2000
Umständlich stellt Beatrice Eichmann-Leutenegger fest, dass sich die Autorin hier mit einer "zumeist parataktischen Sprache" mit "rudimentärem Habitus" einem "cimiterischem Kindheitsstoff" genähert habe. Diese parataktische Sprache findet die Rezensentin jedoch durchaus angemessen - solange es darum geht, die bedrückende Welt des Mädchens zu beschreiben. Bedauerlich findet sie jedoch, dass Schmid es in ihrer Erzählung nicht bei der Kindheit der Protagonistin belassen, sondern die Geschichte bis zu deren Erwachsenenalter fortgeführt hat. Denn dieser späterer Teil der Erzählung steht ihrer Ansicht nach mit seiner vergleichsweise oberflächlichen Abhandlung in negativem Kontrast zu "den dichten und detailreichen Kinderszenen".
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