Victoria Wolffs Ascona-Roman ist inspiriert von den Begegnungen der Emigrantin im legendären Künstlerdorf am Monte Verita, das als Kulisse dient für existenzielle Fragen: Wie lässt es sich leben? Im Alltag und auf Reisen? Und ziehen sich Gegensätze wirklich an? Der Roman erschien 1933 als Vorabdruck in der Neuen Zürcher Zeitung. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Anke Heimberg. "Ich fordere, dass die Welt blau ist: auch wenn sie grau scheint, muss sie blau sein!"
Rezensentin Christiana Puschak freut sich sehr über die Neuausgabe dieses Romans aus den dreißiger Jahren von Victoria Wolff. Denn das im Schweizer Exil entstandene Buch ist aus ihrer Sicht mit seinen "filigranen Andeutungen" und Anspielungen nicht nur "einnehmend" und "nachdenklich machend" geschrieben, auch seine Ausstattung mit Landkarten und historischen Aufnahmen überzeugt sie. In diesem Zusammenhang lobt die Rezensentin auch den edierenden Aviva-Verlag für die Möglichkeit, nun diese vergessene Autorin wieder entdecken zu können. Allerdings ist Puschak das Nachwort eine Spur zu ausführlich ausgefallen. Soviel Erklärung hätte diese berührende Geschichte über die Reise eines verliebten Paares. dessen Beziehung in den politischenKontext Deutschlands im Jahre 1933 gerückt wird und welches die Liebe als Absage an ein menschenverachtendes Regime zelebriert, nach Ansicht der Rezensentin gar nicht nötig gehabt.
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