2 CDs, 140 Minuten. Gelesen von Ulrich Tukur. Schneiderlehrling Peter zieht sich eines Tages den Frack über, nimmt sein Netz und folgt einem Schmetterling. Seine Jagd nach dem flatterhaften Tier gleicht einer märchenhaft-närrischen Odyssee: Übermütig stolpert Peter von einem Abenteuer ins nächste, trifft Hexe und Teufel, Goldesel und andere merkwürdige Wesen, bevor er am Ende buchstäblich auf den Hundgekommen nach Hause zurückkehrt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.06.2007
Wilhelm Busch, gelesen von Elmar Gunsch - das gab es vor ein paar Jahren mal, und es geht gar nicht, versichert der Rezensent Wolfgang Schneider. Sehr viel besser macht seine Sache hier Robert Meller, der Busch ganz ohne niedrigfrequentes Brummen, vielmehr "in einem Ton aufgekratzten Übermuts" gibt. Seltsam bleibt dieses späte Busch-Prosa-Stück trotzdem. Schwer irgendwo einzuordnen nämlich. Einerseits ist, meint Schneider, von der Entstehungsgegenwart des Jahres 1895 so gut wie keine Spur; andererseits stimmt auch ganz entschieden etwas nicht mit den Märchen-Versatzstücken, die Busch hier aneinander reiht. Als sich nicht recht zusammenfügende Mixtur aus "Surrealismus und Biedermeier" beschreibt Schneider, was er da hört. Es scheint, als fände er dergleichen in den Bildergeschichten dann doch überzeugender, dennoch schließt er mit der Bemerkung, dass der späte, bildlose Busch "noch zu entdecken" sei.
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