Mitarbeit: Birgit Schössow. Weil die Bukowski-Geschwister im Hallenbad ein Kleinkind vorm Ertrinken gerettet haben, sind sie ein paar Tage lang berühmt. Doch toller als der Ruhm ist die Karte fürs Freibad, die sie für ihre Heldentat bekommen: Freier Eintritt in einen langen Sommer, der für alle ein besonderer wird! Alf ist zehn, seine Gedanken kreisen um den Schulwechsel nach den Ferien, die schöne Tochter des Bademeisters und sein selbstgestecktes Ziel: der Sprung vom Zehnmeterturm. Seine 8-jährige Schwester Katinka, rotzig und unerschrocken, schwärmt für Paris, lernt auf der Wiese Französisch und trainiert für 20 Bahnen Kraul am Stück. Robbie, der Jüngste und Augenstern der Familie, ist anders als andere Kinder, er redet kaum und träumt viel. Er soll endlich richtig schwimmen lernen, finden Alf uns Katinka.
Wie der Sommer im Schwimmbad die Bukowski-Kinder wachsen lässt, wie sie - nicht nur im Schwimmbecken - kühn an ihre Grenzen gehen und tollkühn über diese hinaus, erzählt Will Gmehling mit Humor und viel Gefühl. Und immer durchweht seine Geschichte dieser beglückende Duft von Wasser auf heißen Steinen, Chlor und Pommes mit Mayo ...
Ob es in den Ferien ans Meer geht oder in die Berge ist in der hier vorgestellten Familie nicht die Frage, dazu reicht das Geld nicht. Es geht wie immer ins Freibad, und um das Freibad herum entfalten sich die Abenteuer der drei Kinder aus der Georg-Elser-Straße. Arm, aber glücklich? Beinahe. Aber gottseidank ist da nichts Süßliches dran, versichert Rezensentin Anja Robert. Das verhindert der lakonische Stil des Autors ebenso wie seine freundlichen Beschreibungen einer Familie mit "proletarischem "Charme" und ohne Abitur-Selbstverständlichkeiten, erklärt sie. Der Alltag der Familie Bukowski könnte, so der Eindruck, den die Rezensentin in ihrer warmherzigen Besprechung vermittelt, so manchem wohlstandstverwahrlosten Sprössling besser gefallen als ein schicker Urlaub sonstwo.
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