Willi Jasper (Hg.)

Wieviel Transnationalismus verträgt die Kultur?

Cover: Wieviel Transnationalismus verträgt die Kultur?
Dr. Köster Verlag, Berlin 2009
ISBN 9783895747106
Kartoniert, 348 Seiten, 29,80 EUR

Klappentext

Vor dem globalen Hintergrund politischer, religiöser und sozialer Konflikte orientieren sich die Beiträge des Bandes an der aktuellen Kernfrage: "Wieviel ?Transnationalismus? verträgt die Kultur?" Dabei geht es um einen neuen interdisziplinären Diskurs der Kultur-, Literatur-, Sozial- und Sprachwissenschaften über Ethnizität-Nationalität-Identität jenseits von ausgrenzender "Leitkultur" und nivellierendem "Multikulturalismus". Das "Transnationalismus-Modell" eröffnet einen erweiterten Blick auf gegenseitige Abhängigkeiten, soziale Eingliederungen und kulturelle Identitäten jenseits des Nationalstaates. Mit Beiträgen von Micha Brumlik, Barbara Dietz, Konrad Ehlich, Manfred Görtemaker, Philipp Gut, Paul Harris, Willi Jasper, Friederike Kern, Heinz Kleger, Klaus Kreimeier, Karl H. Müller-Sachse, Bahman Nirumand, Gesine Palmer, Helmut Peitsch, Avi Primor, Frank-Olaf Radtke, Karl Schlögel, Wilfried F. Schoeller, Christoph Schulte, Maria Teresa Sciacca, Haimo Stiemer, Erhard Stölting, Natan Sznaider.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 08.06.2009

Den von Willi Jaspers herausgegebenen Sammelband zum Thema Transnationalismus, der die Frage behandelt, inwieweit Kultur von Immigranten und Remigranten geprägt ist, liest Jörg Sundermeier vor allem dann mit Interesse, wenn ein Autor (Wilfried F. Schoeller etwa) auch die Gefahren kultureller Identität im Blick hat. Dass die versammelten Antworten sehr unterschiedlich ausfallen, findet Sundermeier indes nicht weiter verwunderlich. In seiner Erinnerung an die Buchvorstellung und die Autoren auf dem Podium tritt der transnationale Exilant, der die nationale Identität seine Gastlandes preist, ebenso auf, wie derjenige Beiträger, dem die Transnationalität an das ungelöste Problem der Nationalität geknüpft erscheint.

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