Wladimir Aichelburg

Erzherzog Franz Ferdinand

Notizen zu einem ungewöhnlichen Tagebuch eines außergewöhnlichen Lebens. 3 Bände: 1863-1899 / 1900-1914 / 1914-2013.
Cover: Erzherzog Franz Ferdinand
Berger Verlag, Wien 2014
ISBN 9783850286244
Gebunden, 3268 Seiten, 150,00 EUR

Klappentext

Kein anderer politischer Mord der Weltgeschichte hatte so furchtbare Folgen wie jener am österreichischen Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seiner Gemahlin Herzogin Sophie von Hohenberg in Sarajevo 1914. Zwei Weltkriege, Millionen Tote und Invalide, Völkervertreibungen und unsagbares Leid Unschuldiger folgten. Kaiser- und Königreiche stürzten, Diktaturen entstanden, neue Staatsgrenzen wurden gezogen, ganz Europa neu geordnet. Die Folgen dieses Attentats wirken bis heute, ein ganzes Jahrhundert später, nach. Das vorliegende Werk schildert anhand von Zeugnissen der Zeitgenossen und Dokumenten aus dem Leben des österreichischen Thronfolgers die letzten Jahrzehnte vor dieser Apokalypse.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 02.09.2014

Peter Roos ist regelrecht aus dem Häuschen nach der Lektüre dieses Wahnsinnsbuches von Wladimir Aichelburg, dem Franz-Ferdinand-Totalversteher, wenn wir dem Rezensenten glauben wollen. Sog übt das dicke Buch auf den Rezensenten aus durch die schiere Überfülle an Dokumenten, die der Autor "wie ein Kriminalist" zusammenträgt: Briefe, Codes, Gäste-, Tagebücher, Infos, Memos, Gesuche, Reisepläne, Pferdenamen und, und, und. Laut Rezensent entsteht so ein Stundenbuch as zum Teil erstmals Publiziertem als Resultat einer enormen Fleißarbeit. Für den Leser heißt das, so Roos, zu erfahren, wie Geschichte riecht und stinkt. Dass Ferdinand nebenher vom Autor aus der Psychopathen-Ecke herausgeholt und zum niemals faden, wen auch eigensinnigen Edelmann, Liebenden, Vater stilisiert wird, scheint Roos gut zu passen. Was ist das nun für ein Buch? Ein Nachschlagewerk in jedem Fall auch, meint Roos, über Thronfolge, Sisi-Mord, Serbien, Frauen etc., ganz subjektiv, objektiv Geschichte schreibend. Und derart unsystematisch (ohne Literaturverzeichnis und Register), dass der Leser darin alles und auch wieder nichts findet, schreibt er.

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