Wole Soyinka, der erste afrikanische Literaturnobelpreisträger, breitet die Welt auf einem gigantischen Marktstand vor uns aus und lädt augenzwinkernd dazu ein, seinen poetisch-scharfen Blick auf die Suks und Basare und auf die anderen Orte der Scharlatanerie zu teilen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.02.2005
Tobias Döring hält die Übersetzung von "Samarkand und andere Märkte" zwar für problematisch - metrisch und rhythmisch missglückt findet er die Übertragungen -, trotzdem hat er sie als Lesehilfe dankbar aufgenommen, denn sie lassen den Leser die Wucht des Originals ahnen. Zum Glück liegen also die neue Gedichte des nigerianischen Nobelpreisträgers Wole Soyinka in einer zweisprachigen Ausgabe vor. So kann der Leser Soyinkas Sprachmacht auch im Original auskosten. Der Poet wendet sich den großen Themen, den grundlegenden Fragen zu. Gegen die Manipulationsmacht der Medien schreibt er an, gegen die Tyrannen Afrikas, gegen religiöse Eiferer jeglicher Couleur, gegen die Geschäftemacher der Welt. Wortgewaltig tut er das und witzig. Er zieht, wie der Rezensent voll Bewunderung vermerkt, alle Register. Ken Saro-Wiwa lässt er auftreten, Joseph Brodsky und Prinzessin Diana. Und immer wieder bricht Soyinka seinen "hochgestimmten, ernsten Ton" mit Sarkasmus, konterkariert seine eigene Mythensehnsucht.
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