Illustrationen von Manfred Bofinger. Was soll man bloß machen, wenn es morgens an der Haustür klingelt und ein Vogel kommt auf Besuch? Kasimir Grünspan staunt nicht schlecht und lässt den Gast verblüfft herein. Der Vogel fühlt sich sauwohl beim Schneider Kasimir und - bleibt. Sein Lieblingsplatz ist Kasimirs Kopf. Armer Kasimir! Jetzt trägt er Tag und Nacht einen Hut, damit die scharfen Krallen nicht so schrammen. Sonst ist der Vogel aber rücksichtsvoll, nur leider ziemlich menschenscheu. Das gibt Probleme mit Kasimirs Schneiderkünsten. Die Leute beschweren sich: Wer einen Vogel hat, kann doch kein Schneider sein! Das macht Kasimir traurig. Er liebt seinen Beruf und inzwischen auch den Vogel. Was soll Kasimir jetzt bloß tun?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.09.2002
Ein schönes Buch ist nach Ansicht des Rezensenten mit dem Kürzel gew. diese neuaufgelegte Erzählung von Wolfdietrich Schnurre ein schönes Buch, die Manfred Bofinger gelungen illustriert hat. Das erste Mal ist die Geschichte 1959 erschienen, damals nicht in einem Kinderbuch - in diesem Kontext landete die Geschichte erst einige Jahre später. Seither hat diese einfache, aber wirkungsvolle Erzählung "ganz selbstverständlich den Weg in die Köpfe von Erwachsenen und Kindern gefunden, um sich dort einzunisten und ihren subversiven Charakter zu entfalten", schwärmt der Rezensent. Auch die melancholischen Illustrationen gefallen ihm sehr gut, sie bringen nach "gew"'s Meinung das Leitmotiv der Geschichte, die "isolierte Zweisamkeit" ihrer beiden Helden wunderbar zum Ausdruck.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.12.2000
Vor Kasimirs Tür steht ein Vogel und den hat er dann. Aus der Redensart wird ein Problem, das nach einer Entscheidung verlangt. Es handelt sich, so der Rezensent Jakob Werth, um eine "skurrile, mehrdeutige Geschichte", die auch die unsentimentale Geschichte "einer großen Freundschaft" ist. Die Zeichnungen Manfred Bofingers findet der Rezensent "meisterhaft", sie fügen dem Text die Dimension einer "weiteren Lesemöglichkeit" hinzu.
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