Herausgegeben und kommentiert von Silke Leopold. Um Constanze Weber zu heiraten und mit ihr eine Familie zu gründen, riskierte Wolfgang Amadeus Mozart sogar den Bruch mit seinem übermächtigen Vater. Wir wissen wenig über das Zusammenleben des Paares in Wien, wenig über die Höhen und Tiefen dieser Ehe, aus der sechs Kinder hervorgingen. In den Briefen aber, die Mozart in seinen letzten Lebensjahren auf seinen Reisen nach Prag, Berlin oder Frankfurt an Constanze schrieb, wie auch in denen, die er ihr von Wien aus nach Baden sandte, wird die menschliche und auch die erotische Vertrautheit Mozarts mit seiner Frau lebendig. Es sind Zeugnisse einer zärtlichen, fast verzweifelten Liebe, in der Mozart in Zeiten wachsender Einsamkeit und zunehmender gesellschaftlicher Isolierung Halt suchte. Mozarts Briefe an Constanze werden hier zum ersten Mal in einer gesonderten Edition zusammengefasst.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 17.03.2005
Hingerissen zeigt sich Rezensentin Anja-Rosa Thöming von den zärtlichen Briefen Mozarts an seine geliebte Frau Constanze, die einen "Blick ins Herz" des Wiener Wunderknaben gewähren. "Welche Liebe!", schwärmt sie. Aber auch die Herausgeberarbeit von Silke Leopold findet ihren Wohlgefallen. "Bibliophil" findet sie die Aufmachung, "einfühlsam" Leopolds Kommentare zu den Briefen. Zu Recht verwerfe die Herausgeberin spekulative Urteile über Constanze, die der Mozart-Biograf Hildesheimer unschmeichelhaft eine "bestürzend banale Frau" nannte. Thöming jedenfalls sieht Constanze allein aus den Briefen rehabilitiert. Sie zeugten, wiewohl nicht frei von Kritik, von einem "ungewöhnlichen und über die zehn Ehejahre gleichbleibend innigen Liebesbedürfnis".
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…