Das nach Gattungen geordnete Handbuch liefert einen umfassenden und detaillierten Einblick in das Gesamtwerk des Komponisten. Mozarts Schaffen wird zugleich in sein Leben, seine Zeit und die Musik- und Kulturgeschichte eingebettet. Ein Nachschlagewerk und Lesebuch in einem, das auf anregende Weise Einzelwerkbesprechungen und Überblicksperspektiven verbindet, Wissen zusammenfasst und überraschende Thesen und Darstellungsformen entwickelt.
Im Perlentaucher:
Rezension Perlentaucher
Wer aus aktuellem Anlass zum "Mozart Handbuch" greift, den Idomeneo-Artikel darin aufschlägt und nachliest, was Silke Leopold über die Oper schreibt, der wird noch einmal verzweifelt fragen, ob sie denn nicht alle verrückt sind, die Körting, Flierl und Harms? Idomeneo, so schreibt Silke Leopold, sei "ein Geniestreich, ein singuläres Ereignis in der Geschichte der Oper, ein schöpferischer Ausbruch gleichsam vulkanischen Ausmaßes". Und so etwas absetzen, weil ein Innensenator oder einer seiner Beamten glaubt vermuten zu dürfen, eine Szene darin könne einen Verrückten oder zwei oder drei dazu bringen, ihren antiabendländischen Feldzug, von dem außer den Herren Huntington und Wehler wenig Menschen etwas gehört haben, auf die Deutsche Oper Berlin auszudehnen? Man lernt noch viel anderes auf den wenigen Seiten dieses Handbuchartikels.... Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.12.2005
Rezensent Reinhard J. Brembeck ist sehr angetan von diesem Buch, in dem das musikalische Werk Mozarts, nicht seine Person im Mittelpunkt steht. Die Hinterlassenschaft des Komponisten wird systematisch und analytisch durchgesprochen. Trotz des hohen Anspruchs bleiben die einzelnen Aufsätze verständlich, versichert Brembeck, und auch das Lesevergnügen kommt dabei nicht zu kurz. Das Buch zwinge einen geradezu, "sich wie ein Flaneur einen eigenen Weg im Stil- und Gattungsdschungel der Mozart-Welt zu suchen". Dafür lohnt sich in Brembecks Augen auch der vergleichsweise hohe Anschaffungspreis.
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