Anders als Jugendstil und Bauhaus ist das Art Deco trotz seiner ungeheueren künstlerischen Vielfalt heute meist nur in Fachkreisen ein Begriff. Völlig zu unrecht, denn es handelt sich um einen äußerst innovativen Dekorationsstil, der alle Bereiche der angewandten Kunst - Kunsthandwerk, Architektur, Mode, Film, Buchgestaltung etc. - umfasste. Dem deutschen Art Deco in Leipzig widmet sich diese Publikation.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 04.03.2008
Angetan zeigt sich Ursula Seibold-Bultmann von diesem Bildband über Leipzig als Stadt des Art deco, den der Leipziger Denkmalpfleger Wolfgang Hocquel und die Fotografin Jill Luise vorgelegt haben. Dass sich in der sächsischen Metropole solche Fülle von Architektur und angewandter Kunst aus dieser Epoche findet, hat sie überrascht. Dabei vermittelt der Band in ihren Augen nicht nur einen eindrucksvollen Eindruck vom Glamour der goldenen Zwanziger, sondern auch von den "hohen gestalterischen Standards" des damaligen sozialen Wohnungsbaus. Besonders schätzt sie Hocquels erhellenden Einführungstext, der auch die Bereiche Buchgestaltung und Werbung informiert, sowie dessen Vorschläge für fünf Architektur-Rundgänge. Im Grunde ist Seibold-Bultmann rundum glücklich mit dem Buch. Allerdings hätte sie sich ein "sorgfältigeres" Lektorat gewünscht.
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