Dissertation. Mit 97 schwarz-weiss Abbildungen. Der Mensch steht seit der Antike im Mittelpunkt der darstellenden Kunst. Was immer von, über und durch ihn ausgesagt werden soll, muss der Betrachter den abgebildeten Gesten und Gebärden entnehmen. Die genaue Analyse der zugrunde liegenden Interaktionsregeln und die vom Autor erarbeitete Terminologie vertiefen das Verständnis der kommunikativen Möglichkeiten vormoderner Kunst.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.11.2005
Etwas zwiespältig findet Rezensentin Bettina Erche diese Studie über die Unterscheidung von Gesten und Gebärden in der Kunst, die Marco Mrass vorgelegt hat. Danach folgen Gebärden als unbewusste Bewegung einer inneren Stimmung, während Gesten einem reflektierten Bewusstsein entspringen. Erche hält Mrass' Intention, Gesten und Gebärden im Blick kunsthistorischer Untersuchungen zu unterscheiden zwar für "prinzipiell richtig und hilfreich". Doch an der Deutung von Kunstwerken müsse sie weitgehend scheitern. Wie Erche darlegt, ist diese Trennung schon deshalb nicht unproblematisch, weil es uneindeutige Mischformen gibt, sowohl Gesten als auch Gebärden missverständlich sind und viele Maler nicht zwischen beiden Ausdrucksformen differenzieren. Dies spiegelt sich für Erche auch in dem Umstand wider, dass bei Mrass nur "einige wenige" Beispiele als Argumentationsbasis für die Unterscheidung dienen müssen. Das Fazit der Rezensentin: "Der Autor erkennt die Probleme, aber nicht die Konsequenzen, die sie für seine Untersuchung haben."
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…