Dissertation. Mit 97 schwarz-weiss Abbildungen. Der Mensch steht seit der Antike im Mittelpunkt der darstellenden Kunst. Was immer von, über und durch ihn ausgesagt werden soll, muss der Betrachter den abgebildeten Gesten und Gebärden entnehmen. Die genaue Analyse der zugrunde liegenden Interaktionsregeln und die vom Autor erarbeitete Terminologie vertiefen das Verständnis der kommunikativen Möglichkeiten vormoderner Kunst.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.11.2005
Etwas zwiespältig findet Rezensentin Bettina Erche diese Studie über die Unterscheidung von Gesten und Gebärden in der Kunst, die Marco Mrass vorgelegt hat. Danach folgen Gebärden als unbewusste Bewegung einer inneren Stimmung, während Gesten einem reflektierten Bewusstsein entspringen. Erche hält Mrass' Intention, Gesten und Gebärden im Blick kunsthistorischer Untersuchungen zu unterscheiden zwar für "prinzipiell richtig und hilfreich". Doch an der Deutung von Kunstwerken müsse sie weitgehend scheitern. Wie Erche darlegt, ist diese Trennung schon deshalb nicht unproblematisch, weil es uneindeutige Mischformen gibt, sowohl Gesten als auch Gebärden missverständlich sind und viele Maler nicht zwischen beiden Ausdrucksformen differenzieren. Dies spiegelt sich für Erche auch in dem Umstand wider, dass bei Mrass nur "einige wenige" Beispiele als Argumentationsbasis für die Unterscheidung dienen müssen. Das Fazit der Rezensentin: "Der Autor erkennt die Probleme, aber nicht die Konsequenzen, die sie für seine Untersuchung haben."
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