Julian Barnes: Abschied(e)Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte…

Rezensentin Angelika Ohland hatte augenscheinlich schwer zu tragen an dieser Neunhundert-Seiten Lektürelast. "Immer stur geradeaus erzählt", stöhnt sie. Kein Perspektivwechsel, nirgends. Dazu ist das Ganze für ihren Geschmack auch noch schlecht gearbeitet und luschig geschrieben. Weshalb ihr der Bestsellererfolg von Autor und Buch einigermaßen rätselhaft erscheint. Bei dem Science-Fictionroman handelt es sich ihrer Einschätzung zufolge um eine "Mischung aus adoleszenter Allmachtsfantasie und verkitschtem Umweltdrama". Es gebe eine unerklärliche Wespen- und Bienenplage, eine krude Vulkantheorie und allerlei sonstig finster Verschworenes. Auch das Personal sei den Umständen entsprechend übersichtlich, obwohl es sich aus Sicht der Rezensentin nur schwer in Gut und Böse einteilen lässt. Alles ende in Klischees, und absehbarer moralischer Botschaft.