Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 04.12.2004
Die Zeiten des optimistischen Bebauens leerer Flächen sind vorbei - heutzutage wird abgerissen, da muss man sich nur in Ostdeutschland umschauen. Die Anschaulichkeit, mit der Wolfgang Kil das Phänomen der schrumpfenden Städte beschreibt findet "jtz" lobenswert, aber eine klare Richtung konnte er/sie der vorliegenden "Streitschrift" wider die besinnungslose Förderpolitik, die planlos Lücken und leerstehenden Wohnraum schafft, nicht entnehmen. Kils "Plädoyer für eine 'entschleunigte' Landschaft, für einen 'Luxus der Leere'" besitze zwar eine "poetische Note". Doch es mangele ihm an "Allgemeingültigkeit".
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