Wolfgang Koeppen spürt auf seinen Streifzügen durch Athen inmitten des Treibens auch ein Stück mythische Vergangenheit auf - noch im modernen Athen sind für ihn die Götter allgegenwärtig.
Lutz Hagestedt erläutert in seiner Rezension, dass der Text "ursprünglich im Hörfunk" gesendet wurde und nun "großzügig gedruckt und schön illustriert" in Buchfassung vorliegt. Besonders begeistert jedoch scheint Koeppen von Griechenland nicht gewesen zu sein. Hagestedt führt in seiner kurzen Besprechung zahlreiche Beispiele an, in denen der Autor sich enttäuscht zeigt. So finde Koeppen "Piräus hässlich, Athen gesichts- und glanzlos, unelegant und unliebenswürdig", und auch die antiken Stätten schneiden offenbar nicht wesentlich besser ab. Hagestedt vermutet, dass Koeppens Eindrücke bei seiner Reise, die 1961 stattfand, noch "von den Ereignissen des Krieges" geprägt waren und dass der Autor eine Scheu zeigte, "sich als Deutscher in der Welt zu bewegen".
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