Dies ist ein Buch über Athen und die großen Tragödien, die dort im 5. Jahrhundert aufgeführt wurden. Den Althistoriker Christian Meier hat das Material der Erstausgabe um Euripides erweitert um zu untersuchen, welche Bedeutung dem tragischen Theater für politische und gesellschaftliche Probleme der attischen Bürgerschaft zukam. Seine neuen Erkenntnisse kreisen um die dichtende Elite und das Volk im alten Athen, an dem sie "vorbeispielen" ließen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.11.2022
Rezensent Uwe Walter liest die erweiterte Neuausgabe von Christian Meiers fast 35 Jahre altem Buch mit Gewinn. Wie der Autor darin erweist, dass die Athener ihre Tragödien wie Luft zum Atmen brauchten, wie er zugleich eigene Einschätzungen korrigiert und nurmehr noch die frühen Stücke von Aischylos und Sophokles als im strengen Sinn politisch erkennt, das hat für Walter Erkenntniswert. Zumal Meier weitere Stücke-Lektüren von damals hinzufügt. Mit Meiers "kantigem" Ton muss sich der Leser arrangieren, meint Walter. Die Deutung der "Orestie" und anderer Stücke ist weiterhin fesselnd, versichert er.
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