Deutschland ist ein einig Denkmalland, besitzt es doch Denkmäler für fast alles und fast jeden. Die Deutschen scheinen von einer "Denkmalwut" besessen. Doch seit wann ist das so? Warum und mit welcher Intention wurden so viele Denkmäler errichtet? Wolfgang Wippermann analysiert in seinem Buch, welche politischen und ideologischen Motive diesem Phänomen zugrundeliegen, und geißelt den grassierenden Denkmalkult hierzulande.
Mit Gewinn hat Rudolf Walther diese "temperamentvoll geschriebene" Studie zur Geschichte des deutschen Denkmals gelesen und schließt sich sofort der Anregung des Autors an, dass man angesichts aktueller historischer Denkmalwut einmal nachdenken solle, ob diese Form des (Ge)Denkens überhaupt noch zeitgemäß und einer Demokratie würdig ist. Mit Interesse folgt Walther dem Autor zunächst durch das 19. Jahrhundert, in dem das Denkmalwesen zum ersten Mal so richtig Fahrt aufnahm. Aber nicht nur dort, auch im folgenden 20. Jahrhundert macht er manche ästhetische und thematische Peinlichkeit aus. Stirnrunzelnd verfolgt er auch die Umwidmung von DDR-Denkmälern in gesamtdeutsche, um am Ende das Denkmal an sich grundsätzlich als "Sinnstiftung von oben" für abschaffenswert zu erklären.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…