Denkmäler erzählen Geschichten, sie sind Zeichen der Zeit. Sie erinnern nicht nur an Personen und Ereignisse, sondern auch an die Bedeutung des Ortes, an dem sie errichtet wurden und an die Zeit ihrer Entstehung. Sie zeigen, wer den öffentlichen Raum in Anspruch nehmen konnte. Sie sind das Produkt von Künstlern und erinnern gleichzeitig daran, dass jemand bestimmte, wie sie auszusehen haben. Einige Denkmäler wurden nie errichtet, andere gar zerstört. Auch sie haben ihren Platz in diesem Buch, in dem der Historiker Georg Kreis erstmals 300 Jahre schweizerische Denkmalgeschichte erzählt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.05.2008
Urs Hafner freut sich, dass mit Georg Kreis' Buch nun eine Geschichte des Schweizer Denkmals vorliegt, wenn es schon aus historischen Gründen keine Geschichte der "Erinnerungsorte" wie beispielsweise in Frankreich oder Deutschland geben kann. Der Autor geht den Gegenstand seiner Untersuchung im Wesentlichen chronologisch an und unterscheidet zwischen "Institutsdenkmal", "Kriegsdenkmal" oder "Verdienstdenkmal, teilt der Rezensent mit. Ihm fällt auf, dass Kreis dabei eine ausgesprochene Vorliebe für skurrile Details und Geschichten rund um die Entstehung der Denkmäler hat. Darunter leide mitunter die Darstellung der kunsthistorischen Dimension der Denkmäler, kritisiert Hafner milde das im hauseigenen Verlag erschienene Buch. Besonderes Augenmerk widmet der Autor dem "Gebrauch" der Denkmäler, es kommen Einweihungs- und Gedenkfeiern zur Sprache und auch die Zerstörung von Monumenten spielt eine wichtige Rolle in dieser Darstellung, die Hafner insgesamt offensichtlich gut gefallen hat.
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