"Die Menschlichkeit der Welt wird am Schicksal Afrikas gemessen." Dieser Satz von Bundespräsident Horst Köhler gilt heute vielleicht mehr denn je zuvor. Das Bild Afrikas, des Kontinents mit den scheinbar unüberwindbaren Problemen, wird seit Jahrzehnten von Bürgenkriegen, wirtschaftlichen Krisen und einer korrupten Elite bestimmt. Die Wurzeln für viele dieser Schwierigkeiten liegen jedoch in der Vergangenheit. Ein Blick zurück in diese Zeit kann helfen, das Afrika von heute besser zu verstehen und die Anfänge seiner Probleme zu erkennen. Von 1977 bis 1980 war Wolfram Dufner als Diplomat für die Bundesrepublik Deutschland in Lusaka, Sambia, stationiert. Das Leben des Autors und seiner Frau verlief abenteuerlich wie ein Roman. Vom Beginn seiner Arbeit in Sambia über Empfänge mit Ministern, Ordensschwestern und Guerillaführern, sowie seiner Erkrankung an Malaria bis hin zum Abschied bei seiner Versetzung nach Singapur berichtet er in "Safari am Sambesi".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.01.2009
Mit einer "Zitterprämie" galt das Auswärtige Amt den gefährlichen Botschafterposten im sambischen Lusaka ab, wo nicht nur Stromausfall und Raubüberfälle zu befürchten waren, sondern auch das Essen gelegentlich selbst erlegt werden musste. Über die Schilderung solcher Alltagsprobleme hinaus zeichne Wolfram Dufner "mit wachem Blick und pointierter Feder" ein prägnantes Bild der internationalen Problemkonstellationen während seiner eigenen Botschafterzeit von 1977-1980, berichtet Rezensent Hans Jochen Pretsch. Sambia war zu dieser Zeit nicht nur Rückzugsgebiet afrikanischer Guerilleros benachbarter Länder, etwa unter dem einschlägigen Robert Mugabe, sondern fand sich im Spannungsfeld des Kalten Krieges auch umworben von China, der Sowjetunion und der DDR. Ein kritisches Urteil fällt Dufner dem Rezensenten zufolge über die Effizienz deutscher Entwicklungshilfe, von der kirchlichen Hilfe und Kleinprojekten abgesehen, und bescheinigt der deutschen Außenpolitik freundliche Profillosigkeit.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.08.2008
Augesprochen gern gelesen hat der nur mit dem Kürzel "ach" zeichnende Rezensent dieses Erinnerungsbuch des ehemaligen deutschen Botschafters Wolfram Dufner in Sambia. In "Safari am Sambesi" seien sowohl politische Analysen als auch Anekdoten aus dem Alltagsleben des südwestafrikanischen Landes zu finden, informiert der Rezensent der dem pensionierte Diplomaten beachtliche erzählerische Begabung attestiert. Besondere Aufmerksamkeit habe Dufner, erfahren wir auch, dem damaligen Präsidenten Sambias Kenneth Kaunda gewidmet. Locker, unterhaltsam und informativ geschrieben, zeige das vorliegende Werk, wie "fruchtbar" das Leben eines Diplomaten auch im Ruhestand noch sein könne.
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