Herausgegeben von Karl Brozik und Konrad Matschke. Aus Anlass der fünfzigsten Wiederkehr der Unterzeichnung des Luxemburger Abkommens richtete die Claims Conference ein öffentliches Symposium zur Entschädigung von NS-Unrecht aus. Das komplexe Thema wurde in drei Sektionen behandelt: "Die Ursachen: Holocaust und Arisierung", "Entschädigung - zwischen Politik und Moral?" und "Lehren des Holocaust heute". Bedeutende Repräsentanten wie Paul Spiegel, Charlotte Knoblauch, Salomon Korn oder Micha Brumlik gehörten zu den Referenten. Das Buch dokumentiert die hochkarätige Veranstaltung und zeigt, wie wichtig die Arbeit der Claims Conference gegen das Vergessen und für die Opfer des nationalsozialistischen Unrechts gerade heute ist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.02.2005
Eine wichtiger Band, findet Jan Surmann. Er versammelt Vorträge zur Geschichte der deutschen Entschädigungszahlungen an Israel nach dem Holocaust, die anlässlich der ersten öffentlichen Konferenz der Jewish Claims Conference im Jahre 2002 in Berlin gehalten wurden. Damals zum 50. Jahrestag der Vertragsunterzeichung zwischen Deutschland und Israel, als sich Deutschland zur Zahlung von 3,5 Milliarden Mark verpflichtete. Surmann lobt den Facettenreichtum der Texte, die sich aus vielen verschiedenen Perspektiven an das Thema herantasten. Während der erste Teil des Buches einen Überblick über die Praxis der Entschädigungzahlungen gibt, widmet sich der zweite thematische Abschnitt dem Phänomen des weltweit wachsenden Antisemitismus in der Gegenwart. Als "inhaltliche Klammer" zwischen den Blöcken funktioniert ein einleitender Aufsatz von Werner Bergmann, der der ablehnenden Haltung der Deutschen Bevölkerung gegenüber den Zahlungen nachspürt.
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