Edition FotoTapeta, Berlin 2026
ISBN
9783949262623 Broschiert, 126 Seiten, 15,00
EUR
Klappentext
Die russische Invasion hat tiefe Narben in der ukrainischen Gesellschaft hinterlassen, doch aus den Trümmern erwächst eine beispiellose Kraft des Widerstands.Im Zentrum dieses Essays steht die "Kultur des Trotzdem" - jene unbeugsame Haltung, mit der die Ukraine dem übermächtigen Aggressor die Stirn bietet. Wolodymyr Jermolenko entschlüsselt den ukrainischen Freiheitsbegriff "Wolja", der nicht nur Recht, sondern auch Willensanstrengung verlangt. Während russische Besatzer Museen plündern und Geschichte stehlen, blüht die ukrainische Kultur unter Beschuss auf: Theater in Bunkern, Literatur zwischen Explosionen, Kunst an der Front. Der verwebt Autor die Tiefengeschichte der Ukraine von antiken griechischen Kolonien bis zur Gegenwart und demaskiert Russlands nekrophile "Thanatokratie" als Herrschaft durch den Tod. Der Kampf der Ukraine wird zur existenziellen Lektion für ein Europa, das zwischen exzessivem Individualismus und dem Vergessen seiner Werte zu zerreißen droht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 29.06.2026
Arno Widmann lernt von Wolodymyr Jermolenko, was wir Europäer von der Ukraine lernen können. Laut Widmann ist das vor allem der Kampf, also das Kämpfen, das wir zugunsten des Verhandelns und Argumentierens verlernt hätten, wie der Autor schreibt. Kämpfen statt reden, das ist laut Widmann die Devise. Und er weiß mit Jermolenko auch wieso: Weil das Gute sonst auf den "Friedhof des Guten" kommt. Das Gute muss sich wehren, schreibt Widmann und verweist auf die militärischen Lehren, die die Ukrainer für uns tagtäglich absolvieren und vermitteln.
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