Aus dem Japanischen von Monika Wernitz-Sugimoto und Hiroshi Yamane. Die Reise ins sagenumwobene Land Amanon wird für den "Spion" P. zu einem Abenteuer. Denn in diesem Land gibt es wie P. erst nach und nach feststellt nur Frauen. Die wenigen noch vorhandenen Männer sind sozial wie sexuell völlig unterjocht. Bald schon erliegt der spionierende Missionar dieser elektrisierenden Mischung aus Verführung und Sexualität.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.09.2006
Schon immer sei Yumiko Kurahashi sowohl stilistisch als auch gesellschaftskritisch eine Provokateurin gewesen, informiert Steffen Gnam im Vorfeld seiner wohlwollenden Rezension. In der "Reise nach Amanon" verarbeite sie "virtuos" Erfahrungen, die sie in den 1960er Jahren mit dem Feminismus in Amerika gemacht hat, die sie aber nun in einem Utopia-Tokyo spielen lässt. In ihrer Darstellungsweise, so der Rezensent, liebe die Autorin Schockeffekte und groteske Übersteigerungen und sei alles andere als zart besaitet. Feminin beeinflusst sei Yumiko Kurahashis Science-Fiction Roman hingegen durch seine allegorisch vorgetragene Kritik an der japanischen Gesellschaft in den Bereichen Sexualität, Religion und Revolution. Der Schluss des Romans, verrät und lobt der Rezensent, lasse zudem viele Interpretationen über die Zukunft der Geschlechterrollen zu.
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