Efeu - Die Kulturrundschau - Archiv

Design und Mode

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Efeu - Die Kulturrundschau vom 29.01.2016 - Design

Brigitte Werneburg besucht für die taz eine Ausstellung mit Modefotografien von Michel Comte im Berliner Modekaufhaus Quartier 206: "Die Ausstellung des schweizer Fotografen zeigt ausschließlich Porträts. Und ausschließlich Frauen. Auch in der Herrenabteilung des Quartier 206. Es ist übrigens ein guter Teil des Vergnügens dieser Ausstellung, dass man erst einmal durch den ganzen Fashionbereich durchgelotst wird, bis man zu Café und Galerie gelangt. Da kann man nebenbei schauen, wie die neue Kollektion von Marni ausschaut. Wer glaubt, die Kleider hier wären teuer, der irrt." (Foto: Michel Comte, Gisele Bündchen, Vogue Italia 1999)

Efeu - Die Kulturrundschau vom 23.01.2016 - Design

"Das ist die Krux der Schrift: Sie macht sich von Berufs wegen unsichtbar", schreibt Jan Küveler in der Literarischen Welt und stellt auf einer Doppelseite einige alte und neuere Schrifttypen-Klassiker vor, darunter die Freight des New Yorker Designers Joshua Darden, in der die Welt gesetzt ist: "Die Textschnitte, die in der Zeitung zum Einsatz kommen, verhehlen ihre niederländisch-barocke Tradition nicht. Ohne den Einfluss von Fleischmann würde es sie kaum geben. So sind die Achsen eher vertikal als horizontal, mithin eher klassizistisch als humanistisch. Dass die ausgesparten Flächen, der Weißraum in und zwischen den Buchstaben, in der Typografie so entscheidend sind wie die Striche des Designers, zeigt die Freight scheinbar mühelos." (Links ein Typeface-Sample von Freight aus dem Darden Studio)

Weiteres: In der NZZ berichtet Andrea Eschbach von der internationalen Möbelmesse in Köln. Tazlerin Tania Martini resümiert die Fashion Week in Berlin.

Efeu - Die Kulturrundschau vom 21.01.2016 - Design


Stark verschlankt: Afterroom chair von Menu. Mehr dazu bei Dezeen.

Auf der Kölner Möbelmesse kommt Laura Weissmüller von der SZ aus dem Staunen nicht mehr heraus "über die scheinbare Schwerelosigkeit, die Stühle, Tische, aber auch Sessel und Sofas dort erfasst hat. Schmale, geradezu magere Beinchen heben das Mobiliar optisch in die Höhe. Der Begriff Minimalismus wirkt fast zu gewichtig für all diese scherenschnittartige Leichtigkeit. Zumal sie so geballt auftritt. Schlanke Stahlröhren, gebogen oder locker verknotet, überall."

Efeu - Die Kulturrundschau vom 20.01.2016 - Design



Mit seinem zur Berliner Fashion Week in den Kinos startendem Dokumentarfilm "The True Cost" über die Missstände der globalen Textilfabrikation zeichnet Regisseur Andrew Morgan nur ein unzureichendes Bild, meint Heike Holdinghausen in der taz: Der Regisseur skandalisiere lediglich, ohne die regen Debatten innerhalb der Branche und die steten Verbesserungen der letzten Jahre im Gesamtbild zu berücksichtigen. Er zeige "nichts, was das Dampfbad der Empörung abkühlen könnte. Insofern ist 'The True Cost' letztlich unpolitisch." Dagny Lüdemann von ZeitOnline schätzt an dem Film unterdessen gerade "die ganz große Systemkritik".

Efeu - Die Kulturrundschau vom 11.01.2016 - Design




Anschnallen! Futuristische Kollektionen der 60er Jahre von André Courreges.

In der SZ schreibt Jan Kedves einen Nachruf auf den französischen Designer André Courrèges, der in der Geschichte der Mode das Space Age einläutete: "Frauen, wie vom Himmel gefallen. In weißen, geometrischen, gestreiften Astronautinnen- und Rennfahrerinnen-Anzügen. Die Models surrten bei den Modeschauen mit elektrisierten Vehikeln über den Laufsteg, halb Skateboard, halb Golfcart. Courrèges' Frau und Mitarbeiterin Coqueline hatte diese Gefährte ausgetüftelt. Mobilität lautete das Versprechen der Zeit. 'Man geht nicht mehr durchs Leben. Man rennt. Man tanzt. Man fährt Auto. Man nimmt das Flugzeug statt den Zug. Auch Kleidung muss sich bewegen können', sagte Courrèges."

In der NZZ erzählt ein angeregter Albert Kirchengast von seinem Besuch einer Einzelschau zum Werk des Architekten und Designers Josef Frank im Wiener Museum für angewandte Kunst: "Es handelt sich um keine Werkschau - eher um eine geistige Auseinandersetzung mit Architektur. Diese führte der Theoretiker [Gastkurator Hermann] Czech schon 1985 in seinem 'Begriffsraster zur aktuellen Interpretation Josef Franks', an der man nun räumlich teilhaben kann. Damals wie heute kulminiert das Gedankengebäude im Begriff 'Akzidentismus'. 'Wie wenn es schon (immer) so gewesen wäre', umschreibt Czech jenes Gestaltungsprinzip, für das Frank erst 1958 das originelle Lehnwort findet."

Efeu - Die Kulturrundschau vom 08.01.2016 - Design

Im Tagesspiegel schreibt Christian Schröder einen Nachruf auf den am Silvesterabend gestorbenen Designer Richard Sapper: "In Italien galt der Tüftler, der mit ingenieurshafter Präzision an technischen Lösungen arbeitete, als Inkarnation eines Deutschen. In Deutschland wurde er wegen der Eleganz seiner Werke als Italiener identifiziert."
Stichwörter: Sapper, Richard, Eleganz

Efeu - Die Kulturrundschau vom 07.01.2016 - Design

Zum Tod des Designers Richard Sapper schreiben Jörg Häntzschel in der SZ und Andrea Eschbach in der NZZ.
Stichwörter: Sapper, Richard

Efeu - Die Kulturrundschau vom 05.01.2016 - Design


An 1965 image of Charles with members of the Eames Office staff wearing 4th of July Glasses designed by Deborah Sussman. Foto: © Eames Office LLC

Marion Löhndorf besuchte für die NZZ im Londoner Barbican Centre eine Retrospektive der ungemein produktiven amerikanischen Möbeldesigner Charles und Ray Eames und stellt fest, wie modern die beiden doch waren - auch jenseits des Designs: "Der Hang zur Inszenierung erstreckte sich vom Privaten bis hin zur Vermarktung ihrer Produkte, die Charles und Ray Eames streng überwachten: Fotoaufnahmen und Werbefilme hatten sie so genau unter Kontrolle wie die Bestückung ihrer Showrooms. Die hoch organisierte Ray Eames führte Listen über jeden einzelnen Gegenstand ihrer Ausstellungsräume - und ihres eigenen Zuhauses."

Efeu - Die Kulturrundschau vom 29.12.2015 - Design



Sehr beeindruckt schildert Anna Battista in ihrem Modeblog, wie das Het Nieuwe Instituut für Architektur, Design und Mode in Rotterdam wechselnde Modeausstellungen zu einem festen Bestandteil seines Hauses gemacht hat: "So far the programme has included evenings about the social power of fashion with fashion designers Pascale Gatzen and Saskia van Drimmelen (in the early 1990s fashion designer Gatzen was part of Le Cri Néerlandais together with van Drimmelen, Lucas Ossendrijver and Viktor & Rolf, a group of fashion graduates from the Arnhem Academy of Art and Design, who were also the first Dutch designers to show their collections in Paris); workshops to repair cherished garments with gold thread emulating the traditional Japanese kintsugi technique, explorations of prints and patterns via the work of textile artists and lecture nights about the transformative power of cyber-couture."

Efeu - Die Kulturrundschau vom 19.12.2015 - Design

Für die FAZ bespricht Tilman Spreckelsen die Ausstellung "In Mode - Kleider und Bilder aus Renaissance und Frühbarock" im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg.