Zusammengestellt von Rudolf Sievers. Ein Gespenst geht um in der deutschen Öffentlichkeit: die 68er Generation. Ihr werden die abenteuerlichsten Dinge zugeschrieben. Gewalt gegen Sachen und Personen, ja teilweise sogar der Terrorismus der RAF. Im Jahre 1968 sprachen die Aktivisten von sich nicht als 68er, sondern als APO, also als außerparlamentarischer Opposition. Um die politische Einstellung der APO und ihrer Aktivisten authentisch vor Augen zu stellen, versammelt Rudolf Sievers jene Texte, die die Aktionen der APO beeinflussten. Hier ist also zu erfahren, was die außerparlamentarische Opposition 1968 und davor las. Hier ist zu erfahren, wie die Situationisten Politik machen wollten. Hier ist zu erfahren, welche Änderungen die Hochschulen erfahren sollten
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.10.2004
Die sechziger Jahre waren die Blütezeit des Suhrkamp-Verlages, dessen Bände mit Texten von Walter Benjamin, Herbert Marcuse, Ernst Bloch die Regale der Studenten und Hochschulprofessoren füllten. Wenn nun der Suhrkamp-Verlag ein Erinnerungsbuch zu 1968 vorlegt, finden sich darin naturgemäß viele Suhrkamp-Autoren, stellt Jürgen Busche ohne große Überraschung fest. Die von Sievers herausgegebene Anthologie sei weniger ein Erinnerungsbuch an die Ereignisse von 1968 als vielmehr, stellt er nochmal klar, an das, was damals gelesen wurde. Außer den schon genannten natürlich Marx und Luxemburg, Adorno, Horkheimer und so weiter. Ärgerlich allerdings, findet Busche, dass dem Buch Register, Kommentierung und diverse Quellennachweise fehlen, stattdessen habe der Herausgeber persönliche Notizen zu den Ereignissen um 1968 untergebracht. Das stifte eher weitere Verwirrung, wendet Busche ein, weil sich Sievers nicht habe entscheiden können, ob er nun eine Ereignisgeschichte dokumentieren oder ein Generationenporträt habe abliefern wollen. Und überhaupt stammten die Ideen von 68 nicht von den 68ern, moniert er, insofern wirbelten da viele Begriffe arg durcheinander.
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