Mit Illustrationen von Gemma Correll. Aus dem Englischen von Ingo Herzke. Dan, der Dachs muss gerettet werden.
Er ist von zwei fiesen, riesigen Schwestern entführt worden, die ihn zu einem Boxkampf gegen drei noch fiesere Hunde zwingen wollen. Die vier depressivsten Lamas aller Zeiten brauchen ebenfalls dringend Hilfe, denn sie sollen zu Lamapastete verarbeitet werden.
Doch keine Bange: Onkel Stan ist zur Stelle! Oder jedenfalls ganz in der
Nähe. Das Retten ist seine Lieblingsbeschäftigung. Er hat einen Rettungsplan, zu dem Tanzen, ein Maulwurf und ein Elektrozaun gehören. Was soll da noch schiefgehen?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.10.2018
Rezensent Alexander Menden hat Spaß an diesem Abenteuer von A.L. Kennedy, obwohl es gar nicht so witzig zugeht im Text, sondern die Autorin über das Schicksal einer Lamafamilie auf dem Hof einiger fieser Zeitgenossen schön angelsächsisch finster humorig und absurd berichtet, wie er schreibt. Abscheulich gut getroffen findet er sowohl die bösen Figuren als auch die beiden netten Protagonisten im Buch. Ob Rettung für die Lamas naht, verrät er nicht, nur, dass es spannend wird. Die Illustrationen von Gemma Correll scheinen Menden gut zum Text zu passen, reduziert, doch alles andere als verniedlichend, wie sie sind.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.07.2018
Rezensent Fridtjof Küchemann verspricht raffiniertes Vorlesevergnügen mit diesem Kinderbuch von A.L. Kennedy. Den Plot um entführte Lamas und einen cleveren Dachs findet er nebensächlich angesichts der Sprachlust und Erzählironie, mit der die Autorin erzählt. Auch wenn es eng wird für die Tiere im Buch, bei Küchemann bleibt kein Auge trocken, und zwar vor Lachen. Außerdem fügt Kennedy der angelsächsischen Erzähltradition der seltsamen Gestalten und der Groteske a la Carroll bzw. Andy Stanton eine eigene Zartheit hinzu, freut sich Küchemann.
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