Aus dem Französischen von Peter Trier. 1994 findet in Ruanda ein inzwischen als Völkermord anerkanntes Massaker statt. 1998 reist Abdourahman Waberi im Rahmen des Projekts "Rwanda. Ecrire par devoir de memoire" nach Kigali. "Schädelernte" ist ein Werk zwischen Fiktion und Reportage, Abbild der Unmöglichkeit, das Ereignis einzuordnen und zu erfassen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.09.2009
Wie heikel poetische Überhöhung im Zusammenhang mit einem Text über den Genozid in Ruanda ist, kann Angela Schader an diesem Buch studieren. Verfehlt erscheinen ihr die von Abdourahman A. Waberi verwendeten Metaphern. Überzeugender wirken auf die Rezensentin die in Rollenprosa gefassten Teile des Buches. Wirklich berührt zeigt sich Schader allerdings nur durch den in den fiktiven Teil eingeschlossenen Bericht einer dem Morden entkommenden Greisin. Hier werden laut Schader Verdrängungsmechanismen sichtbar und die stete Gefahr eines neues Gewaltausbruches.
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