Gabriel Berger fährt für ein Wochenende nach Italien, um sein Ferienhaus am Gardasee zu verkaufen, das er seit anderthalb Jahren nicht mehr betreten hat. Er ist Anfang fünfzig und will Abschied nehmen, wie er sagt, begegnet dabei aber der Studentin Nella, die ihn an seine einstige Liebe Ana erinnert. Die beiden verbringen den Tag gemeinsam am See, und Gabriel sieht sich in seine Vergangenheit zurückversetzt, während Nella sich von dem aus der Zeit gefallenen Mann angezogen fühlt. Am nächsten Morgen entdeckt er nach dem Erwachen eine unbekannte Frau in seinem Hotelzimmer. Sie ist aufgewühlt und in Sorge, weil ihr Mann seit Tagen verschwunden ist. Fasziniert von der rätselhaften Frau begibt sich Gabriel mit ihr auf die Suche. Die Spur führt zu einem schrecklichen Ereignis, das sich anderthalb Jahre zuvor ereignet hat - und zu Gabriels Haus am See.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 21.02.2024
Rezensentin Olga Hochweis lässt sich zunächst gern auf das "spannungsreiche Verwirrspiel" ein, dass Akos Doma in diesem Roman entwirft. Held Gabriel Berger reist an den Gardasee, um dort sein Haus zu verkaufen, was ihn an seine verschwundene Frau erinnert, wobei er auf Liliana trifft, die ihren ebenfalls verschwundenen Mann sucht, erfahren wir. Dabei erzählt Doma immer abwechselnd von beiden Figuren und verschiedenen Orten, bis er ihre Handlungsstränge zusammenlaufen lässt, andere Figuren kommen hinzu, resümiert Hochweis. Sich häufende Klischees allerdings die Lektüre, moniert Hochweis: Frauen, besonders aus Osteuropa, haben immer jung zu sein, und ein Interesse an "alten rückwärtsgewandten Besserwissern" zu haben, die Kunst war früher vollkommener und generell war alles besser. Dies macht es nicht leicht, die Hauptfigur ernstzunehmen, schließt die Kritikerin.
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