Akwaeke Emezi

Süßwasser

Roman
Cover: Süßwasser
Eichborn Verlag, Köln 2018
ISBN 9783847906469
Gebunden, 288 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Anabelle Assaf und Senthuran Varatharajah. Akwaeke Emezi erkundet in ihrem Debütroman "Süßwasser", wie es ist, ein gespaltenes Ich zu haben. Und sie zeigt gleichzeitig, wie wir alle unsere verschiedenen Identitäten laufend konstruieren. Ada wächst im Süden Nigerias auf. Sie ist ein sprunghaftes und schwieriges Kind und ein Quell steter Sorge für ihre Eltern. Adas verschiedene Ichs kommen immer wieder zum Vorschein und rücken vor allem nach ihrem Umzug in die USA immer stärker in den Vordergrund. Nach einem traumatischen Übergriff nimmt Adas Leben eine dunkle und gefährliche Wendung.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 08.11.2018

In der amerikanischen Kunstszene gilt Akwaeke Emezi bereits als Literaturstar bzw. als Literaturstars, weiß Rezensentin Marie Sophie Adeoso. Die in New York lebende nigerianische Autorin igbo-tamilischer Herkunft, die sich im online-Magazin The Cut außerdem als "nonbinary trans and plural person" beschreibt, spricht von sich selbst nämlich am liebsten im Plural. Die Geschichte, die sie in "Süßwasser" erzählt, ist nach Aussage des Autoren-Wirs auch ihre eigene - die Geschichte also eines "pluralen Individuums" - einer transgender Person, deren Körper von mehreren Persönlichkeiten bewohnt und von verschiedenen Geisterwesen der westafrikanischen Mythologie besetzt wird. Dass eine frühe Vergewaltigung ursächlich für diese Aufspaltung der Person sein könnte, deutet Adeoso nur an. Asughara heißt eines der präsentesten Ichs, das aus Emezis Protagonistin Ada spricht. Daneben gibt es jedoch noch weitere und natürlich das allumfassende Wir, erklärt Adeoso. Man muss sich an diesen oft verwirrenden Erzählduktus erst gewöhnen, erklärt die Rezensentin, dann aber wird das Buch zum "Ereignis",so die am Ende völlig hingerissene Rezensentin.
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