Aus dem Slowenischen von Matthias Göritz. Winter isn't coming! Schafsfell statt Umhang, Kuhglocken statt Rüstung - der Kurent war schon ein europäischer Superheld, bevor die Figur des Superhelden erfunden wurde. Ein mythisches Wesen, das mit schauriger Maske und zotteligem Fell in vielen Regionen Europas zur Karnevalszeit auftaucht. Aleš Šteger erweckt es zum Leben und konfrontiert es mit den Problemen unserer Zeit.Seit jeher vertreibt der Kurent den Winter, damit es Frühling werden kann. Doch dann bleibt auf einmal der Winter aus, und es legt sich Dürre über das Land. Als die Menschen kaum noch wissen, wie es ist, in einer Welt mit Jahreszeiten zu leben und wer der Kurent war, kehrt er zurück, um den Winter zu befreien. Er entdeckt, dass der habgierige Fabrikant Heller mit seiner Eisfabrik für den unaufhörlichen Sommer verantwortlich ist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.01.2023
Rezensent Michael Schmitt lobt das Fehlen von Alarmismus in Ales Stegers Buch über das Ausbleiben des Winters und damit auch des sagenhaften Kurents, einer wolligen, magischen Gestalt, die dereinst die Kälte vertrieb. Wie Steger sein Thema gleichermaßen mit Realismus und Magie anreichert, mit satirischen Elementen, Action und Humor, das macht das Buch laut Schmitt zur Lektüre für jede Altersklasse. Im Vordergrund steht hier sowieso das Vergnügen, und sei es das an einer gelungenen Erzählung, und kein kämpferischer Aktivismus, stellt Schmitt fest.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.11.2022
Der slowenische Autor Alex Steger erzählt in dieser Geschichte vom Kurent, einem sagenhaften Wesen, das mit seinem Glockentanz alljährlich den Winter vertreibt, erklärt Rezensent Tilman Spreckelsen. Doch dann kehrt der Winter gar nicht mehr zurück, woran offenbar Eisfabrikant Heller schuld ist. Ästhetisch ein bisschen unentschieden findet der Rezensent diese Geschichte: Ist sie Märchen oder Klage über die technische Moderne? Aber weil Steger so schön erzählt und ihm auch die Illustrationen von Tina Dobraje sehr gut gefallen, entschließt sich der Rezensent, die Unentschiedenheit positiv zu deuten und sich am "großen Maskenspiel" zu freuen.
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