Alexander Gottlieb Baumgarten

Vorlesung zur Logik

Lateinisch-Deutsch
Cover: Vorlesung zur Logik
Felix Meiner Verlag, Hamburg 2025
ISBN 9783787346752
Gebunden, 346 Seiten, 74,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Alexander Aichele. Für alle, die das Handwerk der Philosophie von der Pike auf erlernen wollen, ist - wie auch für die philosophische Lehre - die Logik der Anfang von allem. Baumgarten hat von Beginn seiner Lehrtätigkeit an kontinuierlich auch Logik unterrichtet. Seine im Jahr vor seinem Tod (1762) veröffentlichte Logikvorlesung dokumentiert diese mehr als zwanzigjährige Lehrerfahrung. Trotz ihrer äußeren Gestalt als Kommentar zu Christan Wolffs "Deutscher Logik" stellt sie einen eigenständigen systematischen Entwurf in der Tradition der anwendungs- und forschungsorientierten Neuen Logik des Rationalismus bzw. Cartesianismus dar. Baumgartens Logik ist strikt systematisch durchgearbeitet, entfernt sich schon aufgrund des sehr anderen Philosophiebegriffs, der mit seiner Beschneidung der allumfassenden Kompetenz der mathematischen Methode Baumgartens Denken fundamental von Wolff unterscheidet, vielfach von seiner offiziellen Vorlage und setzt eigene Schwerpunkte. Sie entwickelt in einem theoretischen und praktischen Teil die epistemologischen Konsequenzen von Baumgartens Metaphysik. Damit vervollständigt sie Baumgartens neuartige, weil auf zwei Säulen stehende Erkenntnistheorie und ergänzt so die Ästhetik.Der Text ist ausgesprochen gut verständlich und gibt einen auch für heutige Logikstudierende hilfreichen Überblick über die Fragestellungen und die Systematik des Fachs.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 02.05.2025

Rezensent Michael Hesse empfiehlt Alexander G. Baumgartens Vorlesung zur Logik als Einführung in die Philosophie der Aufklärung. Auch wenn Baumgarten laut Hesse eher unbekannt ist, hatte er großen Einfluss auf Kant. Die vorliegende Logik scheint Hesse nicht nur gut verständlich in der Vorstellung logischen Arbeitens, sondern auch systematisch bei der Erklärung der Gehalte der Logik. Im Zentrum stehen laut Hesse grundlegende Begriffsdefinitionen: Was ist ein Begriff, was ist Vorstellung? Wunderbar, freut sich Hesse.

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