Sokrates oder das Glück der Bescheidenheit, Voltaire oder die Freiheit durch Toleranz, Kleist oder das Wissen um den Menschen, Terror oder die Klugheit des Rechts, Politik oder das Lob der Langsamkeit: Ferdinand von Schirach und Alexander Kluge unterhalten sich über Grundfragen des Rechts und der Gesellschaft, über Theater und Literatur, über die Gefahren der direkten Demokratie und der sozialen Medien und darüber, was den Menschen im eigentlichen Sinn menschlich macht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.01.2018
Rezensent Fritz Göttler scheint diesen Gesprächsband der beiden Juristen und Schriftsteller Ferdinand von Schirach und Alexander Kluge mit Gewinn gelesen zu haben. Auf Augenhöhe und einander herausfordernd versuchen die beiden Gesprächspartner die Begriffe der "Vernunft" und der "Herzlichkeit" miteinander zu verbinden, informiert der Kritiker, dem die Ausführungen zur politischen Vernunft mitunter zu "lehrbuchhaft" erscheinen. Auch Schirachs Vorschlag einer "BundesApp", mit der Bürger nach der Tagesschau über Politik abstimmen können, kann Göttler nur wenig abgewinnen. Den Gedankensprüngen der beiden folgt der Rezensent indes mit Erstaunen. Und nebenbei erfährt er darüber hinaus Interessantes aus den Familien- und Lebensgeschichten der beiden Autoren.
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