Aus dem kanadischen Englisch von Henning Ahrens. Ein Paar trennt sich nach vielen Jahren. Nur Gunther ist noch da, das Kaninchen, das sie trotz aller Differenzen verbindet. Eine junge Familie erfährt aus den Nachrichten, dass der nette Mann, der vor zwei Jahren im Motelzimmer neben ihnen wohnte, ein Serienmörder ist. Ein Frequent Flyer stiehlt am Flughafen Gepäckstücke, um für kurze Zeit in das Leben Fremder zu schlüpfen. Alexander MacLeod erzählt in diesen acht Geschichten von Gewissheiten, die in Wanken geraten. Von Spannungen, die unter der Oberfläche eines jeden Lebens aufbrechen. Von Momenten, in denen sich unabwendbar Wahrheiten offenbaren.
Rezensentin Undine Fuchs hat Spaß mit den sechs Erzählungen von Alexander MacLeod. Der Autor spürt darin dem Gewöhnlichen und den schleichenden Veränderungen in unseren Routinen nach. So in einem Text über den stetigen Zerfall einer Ehe durch das Immergleiche, oder in der Geschichte um eine Demenzerkrankung. Wie der Autor Stimmen und Sprache der jeweiligen Geschichte anverwandelt, findet Fuchs stark. Die Färbung der Geschichten oszilliert zwischen tieftraurig und kurios, so Fuchs. Der Leser ist aufgefordert, Verbindungen zwischen den Texten zu entdecken, meint sie.
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