Alexander Smoltczyk

James Bond - Berlin - Hollywood

Die Welten des Ken Adam
Cover: James Bond - Berlin - Hollywood
Nicolai Verlag, Berlin 2002
ISBN 9783875840698
Gebunden, 259 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

69 farbige und 86 Abb. im Duotone. Zwei Oscars wurden ihm verliehen, sechsmal war er nominiert, über 80 Filme hat er gemacht, darunter die ersten sieben James Bonds. Aber auch Filmen von Stanley Kubrick - "Dr. Seltsam oder Wie ich lernte, die Bombe zu lieben", "Barry Lyndon" - und Klassikern wie "Des Königs Admiral", "Der rote Korsar", "In achtzig Tagen um die Welt", "Tschitty Tschitty Bäng Bäng", "Der letzte Kaiser", "In & Out" und "King George - Ein Königreich für mehr Verstand" hat er das Gesicht gegeben. Er ist eine Legende im Filmbusiness und hat mit den von ihm entworfenen imaginären Räumen die Wahrnehmung mehrerer Generationen geprägt: der Filmdesigner Ken Adam, 1921 in Berlin geboren, 1934 nach England emigriert. Hier ist seine Biografie - und zugleich eine Werkschau der ganz besonderen Art.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.04.2002

"Lügner und Betrüger", "Angeber", "perfektionistischer Größenwahnsinniger": lustvoll schimpfend ehrt der Rezensent Gerhard Matzig den Filmarchitekten Ken Adam, dessen "gründlich recherchierte und liebevoll geschriebene" Biografie und Werkschau der Reporter Alexander Smoltczyk vorlegt. "Ein gutes Buch", so der Rezensent, in dem sowohl die großartigen Fiktionen der Filmstudios als auch das reale Leben des aus Berlin emigrierten Ken Adams, alias Klaus Hugo Adam, zur Geltung kommen: eine "aufregende Geschichte ... vom phantastischen Talent jenes Mannes mit der Montechristo-Zigarre im Mund und dem Flo-Master-Stift in der Hand", erinnert Matzig. Ist der 81-Jährige, heute in Los Angeles lebende Adam einfach ein Filmausstatter? Nein, noch immer ein "Weltausstatter, ein Welten-Erfinder, ein Schöpfer" - wie sein Vorbild Claude-Nicolas Ledoux, der Revolutionsarchitekt des 18.Jahrhunderts, meint Gerhard Matzig. Ken Adam habe noch siebzig andere teilweise weltberühmte Filme neben den sieben Bond-Filmen produziert, doch "die Haltung, der Stil, der Pop" des Bond seien das Wesentliche: gut ist "cool" und böse ist "nur kalt". Nicht immer ist deutlich, was der Biograf Alexander Smoltczyk sagt und was der Rezensent hingerissen beisteuert, aber unzweifelhaft ist, dass der Rezensent höchst zufrieden mit dem Biografen ist.

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