Herausgegeben von Elisabeth Noelle-Neumann und Renate Köcher. In Zusammenarbeit mit dem K.G. Saur Verlag. Das "Allensbacher Jahrbuch der Demoskopie 1998 - 2002" dokumentiert das Bild der Epoche um die Jahrhundertwende.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.12.2002
All die niemals endenden Umfragen haben bei Rezensentin Sobja Zekri den Eindruck erweckt, "dass die Branche in den 55 Jahren seit der Gründung des Instituts für Demoskopie Allensbach ausgefuchster, einflussreicher und konfuser geworden ist." So fein forsche die Allensbacher Rasterfahndung nach Stimmungsumschwüngen in der Haltung zu Arbeit, Politik, Glaubensfragen, Hobbys, Selbst- und Fremdbild, so überraschend seien die Aspekte der Fragen, dass die meisten Menschen bis zur Abfrage ihrer Meinung wohl noch gar keine gehabt haben dürften, vermutet die Rezensentin, die dann gleich eine Reihe von mehr oder wichtigen Umfrageergebnissen vorstellt. Laut Allensbach sind beispielsweise immer mehr Deutsche der Meinung, Nationalgefühl sei wichtig (62 Prozent), aber lieben immer weniger ihr Land, gleichzeitig sind Gartenzwerge heute nur noch halb so populär wie 1956, für Zekri die "empirische Bestätigung für eine lange gespürte, aber diffuse Gartenzwergmüdigkeit." Das meiste, was sich in diesem Jahrbuch findet, muss man nach Ansicht der Rezensentin nicht wissen. Man muss es nicht einmal fragen. Dass das doch passiert, findet sie letztlich einfach "irgendwie deutsch."
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.08.2002
Auf tausend Seiten sowie rund zweitausend Tabellen und Grafiken präsentiert das Allensbacher Jahrbuch der Demoskopie 1998-2002 die wichtigsten Umfrageergebnisse der vergangenen fünf Jahre, berichtet der mit "rab" zeichnende Rezensent in seiner knappen Besprechung. Neben den Umfrageergebnissen enthält der Band auch eine Reihe von Analysen und Rückblicken "in Form von pointierten Textbeiträgen", lobt er. Vor allem Elisabeth Noelle-Neumanns Beitrag aus dem Jahr 1999 über die Ehre hat es ihm angetan. Insgesamt haben die Allensbacher gute Arbeit geleistet, findet der Rezensent. Das Ergebnis würdigt er als "faszinierendes Stimmungs-Nachschlagewerk" über die Bundesrepublik in der Zeit unter Gerhard Schröder.
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