Weltberühmt wurde der Arzt und Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer vor allem durch die Gründung des Hospitals in Lambarene, im heutigen Gabun und durch seine Philosophie und Ethik "Ehrfurcht vor dem Leben". Heute sind unzählige Schulen und Einrichtungen nach ihm benannt. Was brachte den Theologie-Studenten dazu, zusätzlich Medizin zu studieren und ein Leben in Sicherheit und Wohlstand aufzugeben und nach Afrika zu gehen? Alois Prinz nimmt uns mit in eine noch weitgehend unbekannte Welt. Wir erfahren, wie Albert Schweitzer aufwuchs, was ihn prägte und was ihn antrieb.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.03.2025
Alois Prinz hat sich schon häufiger als Verfasser differenzierter, an einem jugendlichen Publikum orientierter Biografien hervorgetan, lobt Kritiker Fridtjof Küchemann, nun hat er sich den Arzt, Theologen und Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer vorgenommen. Mit viel Zurückhaltung, basierend auf der Auffassung "dass jeder Mensch ein Geheimnis ist", beginne er mit der Jugend im Elsass und der Studienzeit in Straßburg. Küchemann liest von einem bewegten Leben, das vom Missionars- über das Arztdasein in Gabun bis zur weltweiten Berühmtheit führte und für jugendliche Leser wahrscheinlich erstmal gar nicht so leicht nachzuvollziehen sei. Prinz vermöge es jedoch, den ansteckenden Idealismus Schweitzers festzuhalten und zugleich zu vermitteln, dass er durchaus auch umstritten war und immer wieder in "politische Konfliktlinien" geriet, was das Buch zu einer lohnenswerten Lektüre mache.
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