Alona Kimhi

Die weinende Susannah

Roman
Cover: Die weinende Susannah
Carl Hanser Verlag, München 2002
ISBN 9783446202146
Gebunden, 448 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Aus dem Hebräischen von Ruth Melcer. Nein, sie ist keine Verwandte von ... Susannah Rabin, 33, ist eine neurotische, hypersensible Frau, die bei jeder Gelegenheit in Tränen ausbricht und sich dem Leben verschließt. Bis ihr Vetter Naor, ein Tunichtgut aus Amerika, sie wachküsst. Von Müttern, die zu sehr lieben, schwachen Töchtern, die zu starken Frauen werden, und Männern, auf die man nicht zählen kann. Ein Roman voller Humor und Selbstironie.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.04.2003

Verena Auffermann hat dieser Debütroman über eine symbiotische Mutter-Tochter-Beziehung in Tel Aviv gut gefallen. Sie hat bei der Lektüre die "versteckte Panik" der Protagonisten gut nachempfinden können. Den Ton des Roman charakterisiert sie als eine Mischung von "Scham, Gelächter und politischem Hintergrund". Der Rezensentin gefällt, dass die israelische Autorin ihre Figuren nie verrät, sie nie mit "Hochmut und Gemeinheit" behandelt, allerdings auch niemals "schont". Stilistisch ist die Autorin dem "jugendlichen Jargon" verpflichtet, der dem Roman eine "Leichtigkeit" verleiht, die Kimhi, wie die Rezensentin informiert, mit vielen israelischen Autoren der "zweiten Genration" nach dem Holocaust verbindet. Auffermann lobt den Unterhaltungswert des Buches und freut sich, dass sie gleichzeitig etwas aus dem "gefährdeten Alltag" in Israel und über die "Dinosaurierliebe einer Mutter" erfährt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.09.2002

Den Hut zieht Tobias Krause vor Alona Kimhi. Der Schriftstellerin geht im Laufe ihres Debütromans einfach "nie die Luft aus", lobt der Rezensent. Im Mittelpunkt steht die krankhaft verklemmte Palästinenserin Susannah und deren Welt - eine "pausenlos sprudelnde Quelle des Ekels" (Krause), die die Autorin laut Kritiker einfühlsam, aber nicht ohne Amüsement zu schildern versteht . So sei ein "Entwicklungsroman" entstanden, der zugleich ein subtiles "Portrait von Israel" zeichnet. Angesichts dieses vollmundigen Lobes erscheint es als absolut berechtigt, dass Alona Kimhi derzeit in einem Atemzug mit der israelischen Erfolgsautorin Zeruja Shalev genannt wird.
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