Aus dem Dänischen von Gabriele Haefs. Die geschützte Welt des autistischen David gerät aus den Fugen, als der Fortschritt über das archaische färöische Dorf Fjeldvig hereinbricht und er ungewollt in einen tödlichen Unfall verwickelt wird.
Ganz Fjeldvig ist in Unruhe, denn ein Tunnel soll das völlig abgeschiedene Dorf mit dem Rest des Landes verbinden.
Auch der autistische David fürchtet die Veränderungen, die das "schwarze Loch" auslöst. Zum Glück hat er seinen Bruder Peter, der seine behütete Welt zu erhalten versucht. Doch Peters plötzlicher Entschluss, Fjeldvig durch das "schwarze Loch" zu verlassen, lässt Davids Leben zusammenbrechen und löst einen tragischen Unfall aus.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.08.2016
Rezensentin Stephanie Jaeckel findet Anders Johansens Geschichte um einen autistischen Jungen in einem dänischen Bergnest, der von allerhand Veränderungen bedroht wird, lesenswert. Vor allem die autobiografisch gefärbte Schilderung einer Kindheit ohne Autos, Kino und Disco findet Jaeckel beeindruckend. Schade nur, meint sie, dass Johansen mit den Themen Autismus, erste Liebe, Zukunftsangst, Fundamentalismus, Alkoholismus und Freundschaft viel zu viele Themen in seinen kleinen Text packt.
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