Zwei Monate im Frühsommer 2006 verbrachte Andre Hille in Schlesien, diesem bezaubernden Landstrich zwischen Riesengebirge und Breslau. Was er sah, formte er zu kleinen Geschichten, Geschichten von Verwurzelung und Aufbruch, Stadt und Land, Heimat und Fremde. Was machen alte Tarnjacken der Bundeswehr im Riesengebirge? Warum sind die Birken die Dichter unter den Bäumen? Und was hat der Fleischverzehr der Polen mit der Wende zu tun?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.07.2007
Beeindruckt zeigt sich Alexander Kissler von diesem Debüt des Leipziger Autors Andre Hille über seinen zwei Monate dauernden Polen-Aufenthalt im ehemaligen Wohnhaus Gerhart Hauptmanns in Agnetendorf. Er würdigt das Buch als eine "moderne Heimatkunde in einem alten Landstrich". Bei den Beschreibung von Wanderungen durchs Riesengebirge und Begegnungen mit Land und Leuten, mit Heimwehtouristen, scheiternden Künstlern, hoffnungsfrohen Familien, Barbesitzern und Kahlgeschorenen erweist sich Hille seines Erachtens als genauer Beobachter mit einem poetischen und oft zärtlichen Blick. Neben der Erkundung Polens sieht er in dem Buch auch das "Werden eines Dichters" protokolliert. Dabei konstatiert er bei beiden Themen, dem Blick auf Polen und dem Blick des Autors auf sich selbst und sein Schreiben, einen "Abschied vom Einfachen und Eindeutigen".
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