Aus dem Italienischen von Moshe Kahn. In Camilleris mittlerweile berühmt-berüchtigten Sizilien wird, um die Staatskasse zu betrügen, sogar über Nacht eine ganze Mühle abgebaut. Ein eifriger Inspekteur, eine schöne Witwe, ein sündiger Pfarrer und natürlich ein gerissener Mafioso: Jeder will etwas anderes, keiner entkommt den Mühlen des Herrn.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 24.08.2000
Roland H. Wiegenstein hat sich bei der Lektüre "blendend unterhalten", und auch wenn zwischendurch eine gewisse Erzählroutine des in Sizilien sehr bekannten Autors durchscheine, sei das Buch "spannend erzählt". Dabei wundert sich der Rezensent, dass das Buch überhaupt ins Deutsche übersetzt werden konnte, zeichnen sich die Werke Camilleris doch durch eine "Mischung aus Dialekt und Hochitalienisch" aus, die kaum zu übertragen sei. Der Rezensent ist auch nur teilweise überzeugt von den Übersetzungsbemühungen, deren Anstrengungen er allerdings honoriert und deren altertümlichen Kanzleistil für die eingestreuten Aktenstücke und Behördenberichte er ausdrücklich lobt. Die Geschichte aus dem Sizilien des 19. Jahrhunderts mit seinen mafiösen Umtrieben und der Korruption mache allerdings deutlich, dass es "heute dort immer noch so zugeht", wenn auch mit anderen Waffen.
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