Die Einsamkeit ägyptischer Provinzhotels. Überlandfahrten im stinkenden Bus. Moderne Raubritter in Kolumbien. Gefrorenes Zahnputzwasser in Sibirien. Gepökelter Schafskopf zum Frühstück. Materialmüde Hängebrücken. Hitze. Durchfall. Fieber. Angst. Aber auch: die Zartheit eines Abends in Kabul. Verständigung mit Händen und Füßen. Staunen im Tempel. Freude beim Überlisten eines Grenzbeamten. Der Herzschlag des Zugfahrens. Die Großzügigkeit von Fremden. Mit Shakespeare und Eric Clapton in Nowosibirsk. Eine Liebelei in der Wüste. Das Spätnachmittagslicht über dem Berg Sinai. Kaum jemand hat sich dem Zauber und den Härten fremder Länder so ausgeliefert wie Andreas Altmann, und seine Anweisung ist nichts weniger als eine wilde Liebeserklärung an das Reisen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.10.2012
Laut Reiseschriftsteller Andreas Altmann reicht es für einen Reisenden nicht, genau hinzugucken, er muss auch nachfragen und nicht selten "tricksen", teilt uns Stefan Fischer mit. Nicht immer nett, lästernd und polemisch, immer auf der Suche nach dem "magischen Moment" oder einer Romanze, so gibt sich der Autor in seinen Reisegeschichten, meint der Rezensent, der es bemerkenswert findet, das Altmann mit seinen 63 Jahren immer noch so abenteuerlustig und neugierig ist. Gleichzeitig aber ist er ruhe- und wurzellos und nicht imstande, sich an einen Ort oder eine Frau zu binden, so Fischer, der den Autor bei aller Radikalität aber erfrischend "undogmatisch" findet.
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