Ein Abenteuerroman über Piraterie an der Küste Somalias. Jeden Tag geht der fünfzehnjährige Geedi mit seiner kleinen Schwester Amina an den Strand, um Ausschau zu halten, ob ihr großer Bruder Aayan, der vor vielen Jahren plötzlich verschwunden ist, nicht doch zu ihnen zurückkehrt. Die Familie lebt in Hafun, einem kleinen Fischerort in Nordost-Somalia, fast am östlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents. Man schlägt sich so durch - der Vater mit Gelegenheitsarbeiten, die Mutter als Köchin. Eines Tages taucht Aayan tatsächlich wieder auf. Wie gemunkelt wurde, hat er sich den Piraten angeschlossen - und ist kein geringerer als der berühmte und gefürchtete "Geist von Aden" - darum kann er nur kurze Zeit bleiben. Als Aayan in der Nacht wieder verschwindet, versteckt Geedi sich kurzerhand auf der Ladefläche von Aayans Pickup. Zu gern möchte er seinem Vorbild folgen. Doch schnell stellt er fest: Das Piratenleben hat nicht nur Sonnenseiten ...Ein Roman, der die großen Fragen nach dem Richtigen im Falschen und dem Fünkchen Guten im Bösen aufgreift
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.07.2022
Rezensent Holger Moos liest Andreas Brettschneiders Jugendbuchdebüt mit Spannung. Erzählt wird von dem in Somalia lebenden 15-jährigen Geedie, der hellseherische Fähigkeiten besitzt und der Pirat in der Crew seines vor Jahren verschwundenen Bruders wird, obwohl er seinem Vater versprochen hat, sich von der Piraterie fernzuhalten, erklärt Moos. Spannend, abenteuerlich und wendungsreich erzählt, zeigt der Roman dem Kritiker auch die Brutalität des Piraten-Daseins. Nicht zuletzt bekommt er Einblick in die Nöte und Perspektivlosigkeit der Menschen in Somalia auf - für die auch der Westen verantwortlich ist, wie Moos ergänzt.
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