Andreas Greve, Lena Winkel

Lass das Lesen, Leo!

(Ab 5 Jahre)
Cover: Lass das Lesen, Leo!
Kibitz Verlag, Berlin 2026
ISBN 9783948690496
Gebunden, 72 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Leo ist ein außerordentlich begabter Hund. Er kann sprechen und eines schönen Tages setzt er sogar noch eins drauf: "Ich möchte lesen lernen!" So kommt es, dass Leo mit seinem Menschen bei jedem Spaziergang ein paar Schilder liest. "Ganzeinfach", befindet er, "der Trick sind die Buchstaben". Den lesehungrigen Hund zieht es bald nur noch in die Stadt, wo sein Mensch sich vor all den Schildern und Schaufenstern, die Leo entziffert, die Beine in den Bauch steht, statt sie sich in der Natur zu vertreten - wozu hat Mensch denn einen Hund?! "Leo, lass das Lesen!" Zum Glück lässt er es nicht, denn schon beim nächsten Ausflug wird Leo zum lesenden Lebensretterhund! 

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 23.04.2026

Rezensentin Judith von Sternburg ist unbedingt dafür, dass jeder lesen lernen kann, auch wenn man ein Hund ist, so wie Leo, der Protagonist dieses Bilderbuchs von Andreas Greve und Lena Winkel. Leo hat von seinem Herrchen gelernt, was die Buchstaben E-I-S bedeuten und kann gar nicht genug von Wörtern kriegen, von den "Hier nicht"-Schildern, die ihm den Zutritt versperren, auch nicht von komplizierten Wörtern wie "Hundeliteraturverhinderungsgesetz". Das geht seinem Herrchen irgendwann etwas auf die Nerven, kommt ihm aber in einem Abenteuer doch noch zugute, wie Sternburg verrät. Ihr gefällt das Buch mit seinen schnellen, reichen Bildern auch deshalb, weil es den Humor von Kindern ernstnimmt.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 14.03.2026

Vergnügt liest sich Rezensentin Eva-Christina Meier durch drei neue Kinderbücher von Enne Koens, Andreas Greve und Julie Flett. Einen witzigen Rollentausch kann sie im Comic des 2023 verstorbenen Autors Andreas Greve beobachten, zu der Lena Winkel die Bilder beigesteuert hat. Es geht um den Hund Leo, der außergewöhnlich klug ist, sogar sprechen kann und seinen Besitzer, einen älteren Herren, in dem man ein Alter-Ego des Autors erkennen könnte, wie die Kritikerin überlegt. Die beiden sind ein tolles Gespann, aber dann lernt Leo lesen und statt ausgiebigen Spaziergängen will der Hund nun mit seinem Herrchen nur noch Zeit in der Stadt verbringen, wo er Schilder lesen kann. Wie sich Leos Besitzer aus dieser Situation wieder hinausmanövriert, kann die Kritikerin auf den ausdrucksstarken Bildern und dank einer "abwechslungsreichen Dramaturgie" mit viel Spaß entdecken.
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