2 CDs. Laufzeit 140 Minuten. Interviews mit Sigmund Jähn und Ulf Merbold geführt von Andreas Horchler. Die beiden ersten deutschen Raumfahrer, Sigmund Jähn und Ulf Merbold erzählen hier von interessanten technischen Details der Trägerraketen und Weltraumstationen ebenso wie von ihren ganz persönlichen Emotionen beim Hinter-Sich-Lassen alles bisher Bekannten: der Erde. Sigmund Jähn hat vom 26. August 1978 an Bord der sowjetischen Raumstation Salut-6 eine Woche lang unseren Planten umrundet und dabei eine Multispektralkamera bedient, damals eines der modernsten Erderkundungsgeräte. Er avancierte zum Volkshelden der DDR. Ulf Merbold fliegt im Jahr 1983 an Bord des amerikanischen Space Shuttle Columbia in den Weltraum und nimmt an der Mission STS-9 teil. 1992 ist er bei der Mission Spacelab IML-1 dabei, sein dritter Weltraumflug führt ihn 1994 als ersten ESA-Astronauten zur russischen Raumstation MIR.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.11.2004
Ganze zwei Dinge hat Rezensent Martin Z. Schröder aus diesem zweistündigen Feature über die deutschen Raumfahrer Sigmund Jähn und Ulf Merbold mitgenommen: Der Fahrstuhl, der die Kosmonauten in die Raketen befördert hat, quietschte wie eine Nachkriegsstraßenbahn und an Bord kursierte - Shocking! -ein Quartett mit "schönen Frauen" (Sigmund Jähn). Vom Hocker gerissen hat den ironiemächtigen Kritiker jedoch Jähns abgebrühte Replik auf die drängende Frage, was sei, wenn es an Bord einmal brenne: "Dann brennt's eben." Jähn ist also ein hartgesottener Raumfahrer, aber was ist mit Merbold? Von dem, ärgert sich der verwunderte Kritiker, erfährt man in den zwei Stunden noch weniger, weil ihm die All-Exkursion die Sprache verschlagen hat. Die stereotypen Countdowns und das "Gedudel aus dem Wohnzimmerschrank", mit denen Andreas Horchler sein Feature unterlegt hat, können den Rezensenten auch nicht milder stimmen. Immerhin hat er ein Fünkchen Sympathie übrig für die dickfelligen Raumfahrer, da sie so schön immun sind gegen "brennende Raumschiffe und fade Fragen".
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